Effektiv nutzbar

Es geht dem Autor um Ethik, um ökonomische Grundsätze, um Schönheit und Funktion. Und das alles fokussiert er auf unseren Umgang mit, auf unsere Wahrnehmung von der Ressource Raum. „Architektur kostet Raum“, das klingt selbstverständlich, aber viel gibt es dazu bisher nicht zu lesen.

In logisch aufbauender, feingestufter Untergliederung arbeitet sich der Autor (in seiner Habilitationsschrift?!) durch das Phänomen Raum als primärem Medium der Architektur. Begriffe und Zusammenhänge auf einer historischen Folie erläuternd kommt der Architekt und Professor für Planungs- und Bauökonomie schließlich aus der von Diagrammen und Grundriss-Synopsen bestimmten Untersuchung zu ein paar neutralen Fallbeispielen und zahlreichen eigenen Entwürfen (letzteres nimmt der Arbeit ein wenig von ihrem eigent­lichen Gewicht … wie auch das Hintanstellen eines Bonmots eigener Kreation nicht gerade für den nur sachlichen Blick spricht).

Dass man in der Fülle der im Detail aufgefächerten Punkte auch mal den Blick auf das Ganze verliert, schadet nichts, im Gegenteil erlaubt gerade die Detailsicht einen effektiven Abgleich mit eigenem Denken und damit ganz sicher auch mit eigener Planungspraxis. Das angehängte, lexikalische Verzeichnis von Planungskennzahlen ist ein weiterer Versuch, die Planungsökonomie auf definierte Grundlagen zurückzuführen. Be. K.

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Ausgabe 2017-12

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