Das Thema gut gegliedert

Keramiken und Architektur haben eine lange gemeinsame, weit zurückreichende Geschichte, die seit ein paar Jahrzehnten diese auf einem Handwerk basierende Technik der Oberflächengestaltung um einen industriellen Aspekt fortschreibt. Und der beginnt zusehends auch den mitteleuropäischen Stadtraum zu prägen.

Die vorliegende Publikation zieht nun die Verläufe dieser Entwicklung historisch, technologisch, materialkundlich und auf Anschauungsprojekte bezogen nach.

Die Autoren haben das Thema gut gegliedert, belegen ihre Aussagen durch die Dokumentation von Projekten zu den jeweiligen Arbeitsfeldern, gewähren Einblicke (Fotos) in die Herstellungsprozesse und Endmontagen und schaffen es so, eine auf die Anwendung zielende Publikation vorzulegen. Dass sie dabei parteiisch sind – die Sponsorenanzeige am Ende der Arbeit deutet es an – führt aber nicht dazu, dass sie in ihrem Untersuchungsgebiet eine Fertigung, einen Hersteller oder Architekten favorisieren. Lediglich die vergleichende Darstellung und ihre Interpretation der Keramiken mit anderen Baumaterialien – Kunststoffen zum Beispiel – erfolgt nicht, da diese, das ist an vielen Stellen herauszulesen, der Keramik unterlegen seien. Was stimmen mag. Oder auch nicht. Das im Anhang präsentierte kommentierte Produktverzeichnis ist eher schmal, die Kommentare haben durchwegs den Ton einer Empfehlung. Be. K.

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