Brücken neu denken - Lebensraum, Stadtraum, Freiraum

Ausstellung im Zentrum für Baukultur Sachsen bis 26. Februar

Brücken sind mehr als nur funktionale Verbindungen zwischen zwei Punkten – sie sind heute oft auch Orte der Begegnung, des Aufenthalts und der kulturellen Erfahrung. Dies möchte eine Ausstellung im Kulturpalast Dresden zeigen, die vom 23. Januar bis 26. Februar im ZfBK zu sehen ist. Konzipiert wurde sie vom Institut für Massivbau der TU Dresden unter Leitung von Prof. Steffen Marx.

Studentischer Wettbewerb zum Wiederaufbau der Dresdner Carolabrücke: Blick aus den Bäumen, 1. Platz: Plan C von Hans Bolz, Marc Lilienthal, Ferdinand Schulte zu Sodingen, Linus Witzel
Rendering: Bolz, Lilienthal, Schulte zu Sodingen, Witzel

Studentischer Wettbewerb zum Wiederaufbau der Dresdner Carolabrücke: Blick aus den Bäumen, 1. Platz: Plan C von Hans Bolz, Marc Lilienthal, Ferdinand Schulte zu Sodingen, Linus Witzel
Rendering: Bolz, Lilienthal, Schulte zu Sodingen, Witzel
Brücken sind Grundpfeiler unserer Gesellschaft, deren Bedeutung uns oft erst bewusst wird, wenn sie wegfallen – wie der Einsturz der Carolabrücke in Dresden und die temporäre Sperrung der Elbbrücke in Bad Schandau gezeigt haben, heißt es in der Pressemitteilung.

Die Ausstellung „Brücken neu denken“ beleuchtet das Thema Brücken und ihre Bedeutung für die Gesellschaft aus vielfältigen Blickwinkeln: Die Schau möchte zeigen, wie sich Brückenvisionen im Laufe der Jahrhunderte gewandelt haben – von Symbolen der Ordnung in der Antike, über Symbole des Fortschritts in Zeiten der industriellen Revolution oder der Funktionalität und des Verkehrs in den 1930er bis 1990er Jahren bis hin zu ihrer heutigen Rolle als Orte der Begegnung und Symbole für gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Aufgang mit Aussicht: Studentischer Wettbewerb zur Carolabrücke: 1. Platz: Plan C von Hans Bolz, Marc Lilienthal, Ferdinand Schulte zu Sodingen, Linus Witzel
Rendering: Bolz, Lilienthal, Schulte zu Sodingen, Witzel

Aufgang mit Aussicht: Studentischer Wettbewerb zur Carolabrücke: 1. Platz: Plan C von Hans Bolz, Marc Lilienthal, Ferdinand Schulte zu Sodingen, Linus Witzel
Rendering: Bolz, Lilienthal, Schulte zu Sodingen, Witzel
Am Beispiel der Dresdner Augustusbrücke wird der Wandel eines Bauwerks und dessen Nutzung über die Jahrhunderte aufgezeigt. Dieser historische Überblick eröffnet die Möglichkeit, die Rolle von Brücken in der Neuzeit und in der Zukunft zu diskutieren sowie Denkanstöße für aktuelle Brückenentwürfe zu geben, die heutigen und auch kommenden Anforderungen gerecht werden. Zentral ist die Frage: Wieso wird eine Brücke gebraucht und welche Funktionen soll sie vereinen? Die bloße Querung von motorisiertem Verkehr könne heute nicht mehr das alleinige, übergeordnete Ziel sein. Denn die enormen Flächen auf und unter einer Brücke biete mehr Potential – als Raum für Erholung, für Sport, Kultur(en) und Begegnung. Anregungen liefern nationale und internationale Beispiele, die sich positiv in den Ort, die Natur und das Lebensumfeld der Menschen einfügen.

Letztlich nimmt die Ausstellung auch Bezug auf die Dresdner Carolabrücke: 2025 entwickelten Studierende im Rahmen eines Wettbewerbs der TU Dresden Visionen für eine neue Elbquerung, die hier gezeigt werden. Die sächsische Landeshauptstadt, bzw. die STESAD (Stadtentwicklungs- und -sanierungsgesellschaft Dresden), informiert zudem über den aktuellen Planungsstand zum Wiederaufbau der Brücke.

Ausstellungszeitraum: 23.01.2026 – 26.02.2026

Ausstellungsort: ZfBK – Zentrum für Baukultur Sachsen im Kulturpalast Dresden, Schloßstraße 2, 01067 Dresden

Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag 13:00 –18:00 Uhr, Eintritt frei

www.zfbk.de

Begleitprogramm

29.01.2026, 18:30 Uhr: Vernissage: „Brücken neu denken. Lebensraum, Stadtraum, Freiraum ” - in Kooperation mit der TU Dresden

04.02.2026, 18:30 Uhr: „Baukultur vor meinem Fenster“ - die neue Veranstaltungsreihe des ZfBK stellt Privatpersonen und Gruppen vor, die sich ehrenamtlich für Baukultur engagieren

06.02.2026, 18:30 Uhr: „Bauen für die Zukunft – ressourceneffiziente und materialminimierte Konstruktionen für unsere Städte“. Zwei Vorträge: Laurent Ney (Ney & Partners, Brüssel) präsentiert Brücken als Verbindungen in Zeit und Raum. Nadine Kuhla von Bergmann (Creative Climate Cities, Berlin) zeigt, wie sich in der ressourceneffizienten Zukunftsstadt Räume, Menschen und Brückentechnologien verknüpfen lassen.

09.02.2026, 19:00 Uhr: „Brücken bauen neu gedacht – Gendergerechtigkeit in Planung und Bauwesen. Zwei Vorträge: Nicole Parlow präsentiert mit „Queens of Structure“ herausragende Bauingenieurinnen und macht deren oft unsichtbare Leistungen im Ingenieurbau sichtbar. Sandra Huning verbindet feministische Stadtplanung mit sozialer und ökologischer Transformation.

11.02.2026, 20:00 Uhr: Architektur im Film: „Die Welt der Brücken“ - in Kooperation mit der Filmgalerie Phase IV sowie der TU Dresden

16.02.2026, 10:00-16:00 Uhr: Ferienworkshop für Kinder: „Junior-Brückenbauer – eine Entdeckungsreise in die Welt der Tragstrukturen“ - keine Anmeldung nötig.

Ort jeweils: ZfBK – Zentrum für Baukultur im Kulturpalast Dresden, Schloßstraße 2, Eingang über Galeriestraße, 01067 Dresden, Eintritt: frei – Spenden sind erbeten