Ukuqala 2, build together – learn together www.ukuqala.net, www.thevillageofhope.com

70 km südwestlich von Kapstadt, am Rande von Grabouw liegt das Village of Hope, in dem Aidswaisen und HIV-infizierte Kinder aufgenommen und betreut werden. Anfang des Jahres ist eine Gruppe von Studierenden des Instituts für öffentliche Bauten und Entwerfen von Prof. Arno Lederer an der Universität Stuttgart dorthin gereist, um ein Wohngebäude für das Village umzusetzen, das sie zuvor in einem Workshop entwickelt und zu einem baubaren Entwurf bis ins Detail ausgearbeitet hatten. Vor Ort realisierten die Architekturstudenten das Haus zusammen mit einheimischen Jugendlichen und Erwachsenen in traditioneller Bauweise. Nachdem die Bodenplatte gegossen war, haben die deutschen und die mitarbeitenden afrikanischen Teilnehmer das zweigeschossige Wohnhaus in sechs Wochen fertig gestellt. Dabei konnten alle wertvolle Erfahrungen im Hausbau sammeln, die vor allem die lokalen Mitarbeiter im Team als Grundstock für eine Ausbildung oder für den eigenen Hausbau nutzen können. Weil sie nachhaltige, traditionelle und kostengünstige Materialien wie Stampflehm einsetzten, fügt sich der Neubau gut in die Umgebung ein. Das Bauprojekt ist Teil des Trainingsprogramms „Ukuqala“ – zu Deutsch: „Anfang“. Und das jetzt realisierte Haus steht auch für einen Anfang. Denn es ist zunächst ein Wohngebäude für ehrenamtliche Helfer, die sich um die Kinder kümmern, bis sie eine neue Familie gefunden haben. Auf längere Sicht und abhängig von den finanziellen Möglichkeiten sollen insgesamt fünf Wohnhäuser entstehen. Parallel dazu hat das Team aus Studierenden ein Schattendach aus recycelter Werbeplane  über einem bestehenden Kindergarten aus Schiffscontainern gebaut. Dieses war bereits die zweite Zusammenarbeit zwischen der Universität Stuttgart und der südafrikanischen Nichtregierungsorganisation Tembalitsha. Bleibt zu hoffen, dass sich immer wieder Spender und Firmen finden, die das Projekt unterstützen und weiterentwickeln.

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