Sancaklar-Moschee in Büyükçekmece/TR

Bescheidenheit ist nicht nur ein wichtiges Prinzip in der Islamischen Religion, Bescheidenheit ist auch grundlegende Philosophie für die Architektur der Sancaklar-Moschee in Büyükçekmece am Stadtrand von Istanbul. Die Moschee ist in den Hang gebaut und liegt zu großen Teilen unter der Erde. Von außen nicht als Moschee zu erkennen, bietet sie im Inneren Konzentration. Kein Prunk, nicht einmal ein wenig. Der Gebetsraum ist schlicht, wirkt in seiner Ruhe, von außen dringt kaum Leben hinein. Konzentration und die Zwiesprache mit Gott stehen im Fokus. Zwischen 600 - 700 Menschen finden in diesem Raum gleichzeitig Platz. Treppenartig steigt der Boden an, somit haben alle Betenden die Möglichkeit den Prediger zu sehen. Obwohl es zum Beten ca. 7 - 9 m hinab ins Erdreich geht, ist es in der Moschee keinesfalls dunkel. Verschiedene Lichtszenarien gliedern und akzentuieren die Räumlichkeiten. Emre Arolat, Architekt in Istanbul, begründet seinen Entwurf, der ohne Prunk und Symbolik auskommt, so: „Ich finde es in Ordnung, dass Moscheen heutzutage bescheidener daherkommen. Das passt besser zur heutigen Zeit“ Das Projekt wurde mit dem 1. Preis beim World Architecture Fest 2013/ Sparte „Religion“ in Singapur ausgezeichnet.

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