NS-Dokumentationszentrum, München

Nach knapp zweieinhalbjähriger Bauzeit konnte in München das NS-Dokumentationszentrum termingerecht an den Nutzer übergeben werden. Die Gesamtkosten von 28,2 Mio. € teilen sich zu gleichen Teilen Bund, Freistaat, und die Stadt München. Der Entwurf des Kubus aus Weißbeton stammt von den Berliner Architekten Bettina Georg, Tobias Scheel und Simon Wetzel (1. Preis im Realisierungswettbewerb 2008, zehn international bekannte Büros waren zugeladen).

Die Architektur des Gebäudes und die Gestalt des Außenraumes sollen den fundamentalen Bruch mit der Geschichte des Standortes und den benachbarten Bauten aus der NS-Zeit eindrücklich kenntlich machen. Der Würfel mit ca. 22,50 m Kantenlänge überragt leicht den benachbarten „Führerbau“(1933 bis 1937 nach Plänen von Paul Ludwig Troost errichtet, dient heute der Hochschule für Musik und Theater München und wartet auf drin­-
gende Sanierungsarbeiten).

Die Fassade des Neubaus ist von großflächigen Betonlamellenfenster gegliedert, die sich teils über zwei Geschosse erstrecken. Innen sind (thermisch aktivierbare) Wände und Decken, Böden und die Möblierung einem „weißen Raumkonzept“unterworfen. Die Architektur soll hinter die Ausstellung zurücktreten. Dem Gebäude vorgelagert ist eine aus hellen Betonplatten bestehende Terrasse, die sich zum Königsplatz öffnet und das NSDokumentationszentrum erschließt.

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