Kommunikation mit dem Bestand
Standort-Kasino Siemens AG, Amberg

An der Gelenkstelle zwischen den Industriehallen und Verwaltungsgebäuden des Siemenswerksgeländes in Amberg entstand nach dem Entwurf der Würzburger Architekten Brückner & Brückner ein Kasinogebäude als Begegnungsstätte für Mitarbeiter und Gäste. Kommunikative Wegbeziehungen, Blickbeziehungen vom Speisesaal zur Altstadt und die Funktionalität der Arbeitsbereiche bestimmen den Entwurf. Die Raumkanten der Umgebungsgebäude wurden aufgenommen und definieren die Kubatur. Der Aufteilung des Grundrisses in drei Sektionen entsprechend gliedert sich das Bauvolumen in zwei verklinkerte Hauptbaukörper und einen großflächig verglasten Mittelteil. Eine überdachte Eingangssituation definiert einen geschützten Vorplatz, von hier aus führen parallel verlaufende Innen- und Außentreppen zur Essensausgabe, dem Speisesaal und der Cafeteria im Obergeschoss. Die Verwendung von wenigen Materialien – Ziegelmauerwerk, Eichenholz, Glas – ist der Tradition des Standorts geschuldet. Die Sonderstellung des Kasinos betont eine Fassade aus hellen grauweißen Klinkerriegeln, die sich von den roten Backsteinfassaden der Werksbauten aus den 1960er Jahren deutlich abhebt.

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