Fassade auf dem Dach

Keine Kompromisse machte Architekt Jean-Claude Welter bei seinem eigenen Bauvorhaben. Der luxemburgische Architekt adaptierte eine Schieferfassade, die Symmetrische Deckung von Rathscheck Schiefer, für sein Dach und realisierte damit eine absolut ebene Dachfläche. Die reine Fassadendeckart besteht auf diesem Einfamilienhausdach aus 60 x 30 cm großen, 1 cm dicken, spaltrauen und polargrünen Schiefern. Rund um jede Platte sorgt eine etwa 1 cm breite Fuge bei der Fassade für eine großzügige Belüftung. In die Schräge auf das 25° geneigte Dach projiziert, läuft durch diese Fugen das Regenwasser hindurch. Unter der ebenen Schieferfläche befindet sich deshalb ein komplett regensicheres Unterdach aus einer verschweißten Kunststoffbahn. Für dieses Dach wurde die Schieferfassade mit fast allen Bestandteilen der normalen Fassadenunterkonstruktion auf die voll verschalte und mit Kunststoffbahnen abgedichtete Dachfläche gelegt. Die im Steinraster alle 60 cm aufgebauten Tragwerke wurden von Traufe bis First linienförmig in die Kunststoffabdichtung integriert und verschweißt. Für die Fassaden-Unterkonstruktion bedeutet diese nicht vorgesehene Nutzung eine höhere Belastung aus Eigenlast und Schnee. Deshalb überprüfte ein Ingenieurbüro die Statik der Fassaden-Unterkonstruktion und gab grünes Licht. Die soliden Aluprofile funktionieren auch in der Schräge auf dem Dach. Die Symmetrische Deckung ist in vier Farb- und zwei Oberflächenvarianten lieferbar. Die verfügbaren Materialien: InterSIN blaugrau (spaltrau und poliert), ColorSklent polargrün (spaltrau und poliert), dunkelgrün (spaltrau) und graubraun (spaltrau).

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