Das Soft House auf der IBA in Hamburg

Dem Anspruch der IBA Hamburg, Vorbild für die nachhaltige Stadtentwicklung zu werden, entspricht das nun eröffnete Soft House ziemlich genau. Bei dem Projekt handelt es sich um ein Reihenhaus mit vier Einheiten im Passivhausstandard. Das Tragwerk besteht aus Brettern heimischer Hölzer, die mit Holzdübeln zu Brettstapelelementen verbunden werden. Außen ist das Soft House mit einer anpassungsfähigen Konstruktion bekleidet, die mit flexiblen Photovoltaikzellen belegt ist. Die „Twister“,  Textilstreifen vor der Fassade, folgen durch axiales Verdrehen dem Sonnenlauf. Auf dem Dach sind verformbare Bretter aus glasfaserverstärktem Kunststoff angeordnet, deren elastisches Verbiegen sich dem Jahreszyklus der Sonne anpasst. Diese Art anpassungsfähiger Photovoltaik ist international gesehen beim Soft House erstmalig realisiert worden.

Im Inneren kommen bewegliche und lichtdurchlässige Vorhänge zum Einsatz, die mit LEDs belegt sind. Diese werden über die Membranfassade mit Niederspannung versorgt. Die Vorhänge ermöglichen die individuelle Regulierung von Wärme und Licht und erlauben eine ständige Veränderung der großzügigen Innenräume.

Der Entwurf stammt von Kennedy & Violich Architecture, Boston, in Zusammenarbeit mit 360 Grad+, Hamburg. Knippers Helbig Advanced Engineering hat die flexible und nachführbare Photovoltaikanlage entwickelt und das Vollholztragwerk konstruiert.