Baustoff aus Sand und Sonnenlicht
Baumaterial aus Wüstensand herstellen und dafür die Energie der Sonne direkt nutzen: An dieser Idee forschen Florian Fiedler und Tim Drewke mit ihrem Gründungsprojekt AddiSol. Sie arbeiten mit Unterstützung des IPH – Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH daran, ihre Idee weiterzuentwickeln und den Weg zur Startup-Gründung vorzubereiten.
Die Idee hinter AddiSol verbindet laut IPH zwei Ressourcen, die in vielen Regionen der Erde im Überfluss vorhanden sind: Wüstensand und Sonnenlicht. Mithilfe konzentrierter Sonnenenergie soll der Sand so stark erhitzt werden, dass er schmilzt und anschließend zu einem festen, steinartigen Material erstarrt. Das Besondere: Statt Sonnenlicht zunächst in Strom umzuwandeln und damit einen verlustreichen und energieintensiven Herstellungsprozess zu betreiben, wird das Sonnenlicht mit einer Fresnel-Linse gebündelt und über eine Spiegeloptik gezielt auf den Sand gerichtet. Das Verfahren orientiert sich am Prinzip der additiven Fertigung: Ähnlich wie beim 3D-Drucken wird der Sand schichtweise aufgeschmolzen. Dadurch lassen sich auch komplexe Geometrien erzeugen, die mit klassischen Fertigungsverfahren nicht realisierbar wären. Auch wärmedämmende Hohlräume im Inneren der Bauteile seien laut IPH machbar.
