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Better than Precast: Wetterfeste 3D-Fassade

Direkt an der Elbe in der Hamburger HafenCity entstand mit dem PREVIER der Berufsgenossenschaften BGW und VBG ein architektonisches Statement für Schutz, Offenheit und Beständigkeit. Wind und Regen stellen hier kontinuierlich hohe Anforderungen an die Außenhaut. Die monolithisch wirkende Gebäudehülle aus Glasfaserbeton von Rieder schützt dabei wie ein maßgeschneidertes Schild vor den Elementen und wird den Anforderungen an Wetterbeständigkeit, Leichtbau und Montagefreundlichkeit in exponierter Lage gerecht.

Entworfen vom Münchner Architekturbüro Auer Weber, vereint der 18-geschossige Turm mit seinem siebenstöckigen Sockelbau funktionale Präzision und skulpturale Form zu einer einheitlichen, steinartigen Gesamtfigur. Rund 17.000 m² Fassadenfläche wurden mit individuell geformten 3D-Elementen und großformatigen Platten umgesetzt. In enger Zusammenarbeit mit Rieder entstand eine maßgeschneiderte Lösung aus formparts und concrete skin Elementen in sechs warm abgestuften Rottönen. Die Farbwelt greift das hanseatische Ziegel-Erbe auf und übersetzt es in eine zeitgenössische Architektursprache.

Die Fassadengliederung besteht aus ca. 2.645 vertikalen Lisenen im Doppel-U-Profil, rund 2.500 horizontalen Brüstungsprofilen sowie etwa 1.500 m² Paneelen. Die großformatigen Flächen sorgen für eine ruhige, homogene Wirkung der Gebäudehülle, während die reliefartigen 3D-Elemente sie plastisch gliedern und ihr durch Tiefe, Rhythmus und Verschattung eine räumliche Dimension verleihen.

Innovative Alternative zu herkömmlichen Precast-Elementen

Klassische Betonfertigteile sind häufig durch große Materialstärken und entsprechend hohes Gewicht geprägt. Im Gegensatz dazu setzen die in Hamburg verwendeten Glasfaserbeton-Elemente bewusst auf ein deutlich differenzierteres, ressourcenschonendes System mit geringem Gewicht.

Ein entscheidender Vorteil gegenüber herkömmlichen Precast-Komponenten liegt im Material selbst: Mit einer Stärke von nur etwa 13 mm bietet Glasfaserbeton von Rieder hohe Stabilität bei großen Spannweiten und reduziertem Materialeinsatz. Das spart wertvolle Rohstoffe und senkt zudem Gewicht, Transportaufwand sowie die Belastung der Tragstruktur erheblich. Die feuchteresistente Materialstruktur sowie die geringe Anfälligkeit für Verschmutzungen sorgen für langlebige, robuste und wartungsarme Oberflächen, die sich besonders für die extremen Witterungsbedingungen im Hafengebiet eignen.

Auch im Bauprozess zeigt sich der Vorteil der leichten Bauteile: Werkseitig vorgefertigte Elemente und ein durchdachtes Montagesystem ermöglichen eine effiziente und präzise Umsetzung. Das reduzierte Gewicht erleichterte die Montage am über 60 Meter hohen Turm erheblich. Aufgrund der engen innerstädtischen Lage mussten die Elemente per Kran auf das Dach gehoben und von oben nach unten montiert werden. In Zusammenarbeit mit dem Fassadenbauer wurden spezifische Planungs- und Logistiklösungen entwickelt, um den Ablauf effizient und sicher zu gestalten.

Es entstand ein Gebäude, das Schutz nicht nur funktional erfüllt, sondern architektonisch sichtbar macht. Das PREVIER ist somit ein zukunftsweisender Beitrag zu langlebiger und nachhaltiger Stadtentwicklung.

Weitere Informationen:

https://rieder.cc/de

https://rieder.cc/de/projekt/previer

https://rieder.cc/de/material

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