Wie bauen wir heute, ohne das Klima von morgen zu zerstören?

Gesprächsreihe zur klimagerechten Transformation des Bestands

Die meisten Verbände schauen verstärkt auf das, was die Zukunft des Bauens sein wird oder bestenfalls längst ist: das Bauen im Bestand. So hat der BDB mit seiner Seminarreihe „Resilienz-Bausteine“ das Thema auf die Agenda gehoben, nun zieht der BDA-Bayern nach und startet die Gesprächsreihe „Zukunft Bestand“. Wie kann eine klimagerechte Baukultur konkret aussehen? Zum Auftakt − im Rahmen der Munich Climate Week − steht am 23. Oktober 2026 die Schnittstelle von Baukultur und klimapolitischem Handeln im Mittelpunkt.

Im Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung stehen die baurechtlichen, gestalterischen und ökonomischen Voraussetzungen für eine konsequente Priorisierung des Bestehenden und für zirkuläre Materialströme.
Grafik: BDA Bayern

Im Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung stehen die baurechtlichen, gestalterischen und ökonomischen Voraussetzungen für eine konsequente Priorisierung des Bestehenden und für zirkuläre Materialströme.
Grafik: BDA Bayern
Bauen ist mit erheblichen Ressourcenverbräuchen und Kohlenstoffemissionen verbunden. Gleichzeitig liegt in den bestehenden Gebäuden und Strukturen ein enormes Potenzial für eine klimagerechte Zukunft. Die Bauwende stellt deshalb die Frage neu, was erhalten, weitergebaut, umgenutzt und transformiert werden kann – und unter welchen Be-dingungen aus dem Bestand eine zukunftsfähige Ressource wird.

„Wie bauen wir heute, ohne das Klima von morgen zu zerstören?“ Diese Frage bildet den Ausgangspunkt der Gesprächsreihe. Im Mittelpunkt des Auftakts stehen die baurechtlichen, gestalterischen und ökonomischen Voraussetzungen für eine konsequente Priorisierung des Bestehenden und für zirkuläre Materialströme.

Welche Spielräume gibt es im geltenden Baurecht? Welche architektonischen und städtebaulichen Strategien ermöglichen eine qualitätsvolle Weiterentwicklung des Bestands? Und welche ökonomischen Rahmenbedingungen braucht es, damit Umbau, Weiterbauen und Umnutzen gegenüber dem Neubau stärker zum Regelfall werden?

Diesen Fragen widmet sich ein interdisziplinär besetztes Fachpodium mit Lavinia Wagner (Architektin, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der TU München, Vertreterin der Jungen Perspektive und Vorstandsmitglied der Bayerischen Architektenkammer), Manuel Michalski (Architekt BDA und Partner bei Drescher Michalski Architekten) sowie Chris Neuburger (Architekt BDA und Stadtplaner und Partner bei nbundm* Architekten).

Moderiert wird die Veranstaltung von Sebastian Hrycyk (Architekt BDA und Stadtplaner und Referent für Klimagerechtes Bauen des BDA Bayern).

Mit „Zukunft Bestand“ schaffe der BDA Bayern ein Gesprächsformat, das die Perspektiven von Architektur, Stadtplanung, Politik, Wissenschaft und Praxis zusammenführen möchte. Ziel sei es, die Herausforderungen der Bauwende nicht nur zu benennen, sondern konkrete Handlungsspielräume auszuloten und die Frage nach einer zukunftsfähigen Baukultur gemeinsam weiterzudenken. Die zweite Veranstaltung findet am 26. November 2026 statt.

Thema: Zukunft Bestand – Wie bauen wir heute, ohne das Klima von morgen zu zerstören?

Zeit: Freitag, 23. Oktober 2026, 18:00 Uhr, Eintritt frei

Ort: BDA-Geschäftsstelle, Türkenstraße 34, München

Weitere Informationen: www.munichclimateweek.com