DBZ Fachforum Fassade

Technisch/konstruktive, ästhetische und nachhaltige Lösungen

Wieder einmal mehr hat das DBZ Fachforum Fassade in einer Serie von vier Veranstaltungen erfolgreich für Architekten und planende Bauingenieure stattgefunden: Und zwar in München, Hamburg, in Herford im Museum Marta und in Leipzig.

Das DBZ Fachforum Fassade ist ein sehr erfolgreiches Veranstaltungsformat und stellt eine praxisorientierte Wissens- und Dialogplattform dar. Dabei ist es der DBZ Redaktion wichtig, dass Vertreter aus der Bauindustrie ihre technischen Lösungen präsentieren und Einblick geben auf technische, konstruktive, energetische und ästhetisch gestaltete Systeme, für den Neubau ebenso wie für den Bestand. Aber auch, dass im Sinne der integralen Prozesse alle Beteiligten im Dialog gemeinsam die Anforderungen diskutieren und die bestmöglichen Lösungen erarbeiten.

Die DBZ Redaktion hatte Architekten, Tragwerksplaner, Fassadenplaner und Haustechniker eingeladen, um sich über die neuesten Innovationen, über technische Entwicklungen und Erkenntnisse über Fassaden zu informieren und auszutauschen. Unsere Veranstaltungspartner Fischer Profil, FOAMGLAS, Kalzip, Knauf und Novelis wie auch unsere Ausstellungspartner Abet Laminati, Osmo und TriMo nutzten mit ihren Architektenberatern die Gelegenheit, die ihre Fassadenlösungen hinsichtlich Material, Konstruktion und sowie ihre bauphysikalischen und technischen Möglichkeiten darzustellen.

Prof. Andreas Fuchs, Architekt, FAT LAB Stuttgart, zeigte in seinen Impulsvorträgen auf, wie komplex sich die Gebäudehüllen in den letzten Jahren technologisch entwickelt haben. Nicht zuletzt durch die Integration energetisch wirksamer Komponenten und bauliche Maßnahmen können Fassaden architektonischen Ansprüchen ebenso gerecht werden wie bauphysikalischen und technischen.

Hybride Fassadensysteme für den Industrie- und Gewerbebau präsentierten die Firmen Fischer Profil und Kalzip. Am Neubau einer Logistikzentrale mit Verwaltungsgebäude und Parkhaus für die Firma Gries Deco in Niedernberg mit einem übergreifenden Gestaltkonzept für die Fassadenflächen von Netzwerkarchitekten wurde diese Sandwich-Bauweise deutlich.

Unter dem Titel „Zukunft Fassadentechnologie: Gebäudehüllen in Leichtbauweise“ präsentierte die Firma Knauf Projekte mit Außenwänden in Aquapaneel-Technologie. Dabei sind es im wesentlichen Projekte in Hybridbauweise mit einer freitragenden Fassade als leichte Außenwandkonstruktion in Vorortmontage oder als vorgefertigtes System mit den zementgebundenen Bauplatten.

Von „Nachhaltigem Bauen mit Aluminium“ ist erst dann die Rede, wenn recyceltes Aluminium verwendet wird. Dann nämlich beträgt der Primärenergieeinsatz nur noch 5 % des eigentlichen Energieeinsatzes. Die Firma Novelis zeigte u. a. den Energy Campus von HHS Planer, Kassel, der als bisher einziges Gebäude in Deutschland mit einer Aluminium-Fassade mit DGNB Platin ausgezeichnet wurde.

„Nachhaltige Dämmlösungen für die Gebäudehülle“ war das

Thema der Deutschen Foamglas. Das aufgeschäumte Glas, das zu 60 % aus Recyclingglas hergestellt wird, gilt als anorganischer Sicherheitsdämmstoff mit optimalem Wärmeschutz.

Zum guten Schluss eines jeden DBZ Fachforums lädt die DBZ

Redaktion Architekten aus der Region zum Werkbericht ein:

So referierte Mikala Holme Samsoe in München über die Frage „Was leistet Architektur?“ und die Wertschätzung von Baukultur. Jens Thomas Bentfeld stellte in Dortmund weltweite Projekte von Gerber Architekten vor. Sebastian Helm, Projektpartner bei HPP, präsentierte in seinem Werkbericht die Sanierung und Erweiterung der denkmalgeschützten Kongresshalle in Leipzig. Und in Herford lud Roland Nachtigäller, Museumsdirektor und Hausherr im Marta, die Besucher ein zu einer Führung durch sein Museum, das nach Entwürfen von Frank Gehry gebaut worden ist. 

Alles in allem: Der Austausch von Erfahrungen aus der Praxis und die vielen Fachdiskussionen waren auf allen Veranstaltungen des DBZ Fachforums Fassade wieder einmal besonders wichtig. Die zahlreichen Gespräche an den Ständen und Tischen der Forumspartner verdeutlichen, dass die Möglichkeit des Wissenstransfers und des Austauschs von Know-how von den teilnehmenden Architekten und Planern gerne angenommen wird. BF

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