Mit Teamgeist zu mehr Teamwork

Vernetztes Arbeiten an einem Projekt

Können Architekten an einem gemeinsamen Projekt effizient zusammenarbeiten und das auch über mehrere Standorte hinweg? Davon kann man in Zeiten moderner Computertechnik und Internet eigentlich ausgehen. Eine erfolgreiche Zusammenarbeit sollte möglichst reibungslos funktionieren und die Kommunikation nicht zu kurz kommen. Wenn aber parallel telefoniert und gearbeitet wird, gibt es schnell Probleme. Auch Videokonferenzen sind aufwendig und gelten nicht unbedingt als zielführend. Die CAD-Softwareschmiede Graphisoft zeigte Anfang März an rund 20 Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit der Live-Demonstration „TeamBuilding“, wie es gehen kann.

Technische Voraussetzung ist der Einsatz der aktuellen Version der CAD-Software „ArchiCAD 13“, in die „Teamwork 2.0“ implementiert wurde. Die Nachfolgeversion von „Teamwork 1.0“, die bisher in der Vollversion von ArchiCAD steckte, erlaubt es nun, dass nicht mehr ganze Projekte über die Datenkabel verschickt werden müssen, sondern nur einzelne Projektelemente. Jeder Mitarbeiter kann das von ihm zu bearbeitende Element für sich reservieren, bearbeiten und dem Team aktualisiert wieder zur Verfügung stellen. Die Zugriffsrechte sind einfach geregelt und externe Mitarbeiter lassen sich via Internet problemlos in das Projekt einbinden.

In der Live-Demonstration klappte alles perfekt. Lange Wartezeiten bei der Synchronisierung der Daten, die man aus dem Berufsalltag kennt, wurden nicht beobachtet. Und dank der integrierten Kommunikationsmöglichkeit konnte die Abstimmung der Beteiligten mit Kurznachrichten über das „ArchiCAD“-System perfektioniert werden.

Das Beeindruckende an der Live-Demonstration war, dass sie so unspektakulär war. Dies weist auf eine hohe Alltagstauglichkeit hin: In Berlin, Dortmund, München, Stuttgart, Wien und den anderen Standorten wurde gleichzeitig an einem mittelgroßen Büro- und Geschäftshausprojekt gearbeitet. Kurznachrichten über die integrierte Messengerfunktion zeigten den jeweils aktuellen Bearbeitungsstatus oder eine neue Aufgabe an. Anschließend wurde das Projekt zusammengeführt. Der BIM-Server aktualisierte dabei das zentrale Projektmodell, indem er die vorgenommenen Veränderungen, und nur diese, zusammenführte. So wurde die zu übertragende Datenmenge klein gehalten.

In Sekundenschnelle waren die erledig­ten Arbeitsaufgaben, sprich reservierten Elemente des Gebäudemodells, an den rund 20 Standorten weiterentwickelt worden. Das Gebäudemodell wurde weiter vervollständigt, obwohl jede einzelne Arbeitsaufgabe nur wenige Minuten in Anspruch genommen hatte. Die sehr einfach wirkende Arbeitsweise machte den Reiz der Vorführung aus.

„Teamwork 2.0“ kann als integraler Bestandteil von ArchiCAD 13 (www.archicad13.de) dazu beitragen, dass Mitarbeiter auch an verschiedenen Standorten in einem funktionierenden Team und per Internet vernetzt zusammenarbeiten. Auch das mobile Arbeiten oder Arbeiten von einem Heimarbeitsplatz könnte so an Akzeptanz gewinnen. Wenn die gemeinsame Arbeit an einem Projekt so flott von der Hand geht, sorgt das sichtlich für Teamgeist und damit für Inspiration.

Oder, wie es Architekt Markus Frick vom Büro Frick Krüger Nusser Plan2 GmbH in einer während der „TeamBuilding“-Veranstaltung eingespielten Videosequenz formulierte: „Man kann einfach geschmeidiger arbeiten.“

Dipl.-Ing. (FH) Marcus Lauster, Gütersloh

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