Bürobau H7, Münster

Auf den ersten Blick nicht zu erkennen: Beim „H7“ – der Name steht für sieben Etagen Holz – handelt es sich um Deutschlands höchsten Bürobau in Holz-Hybrid-Bauweise. Oder doch zumindest um den höchsten in NRW. Die Materialwahl ist ein Statement des Bauherrn und Hauptnutzers des im April 2017 endgültig übergebenen, 23,5 m hohen Bürohochhauses an der südlichen Hafenbeckenkante in Müns-ter: die SuperBioMarkt AG. Die hatte, um ihren ökologischen Anspruch darzustellen, schon in einem frühen Workshop Holz als primären Baustoff festgelegt.

Alle wesentlichen Elemente der tragenden Konstruktion sind aus Holz, Treppenhäuser und Aufzugskerne aus Stahlbeton. Die BSH- Ständerwände wurden größtenteils vorproduziert und oberflächenfertig montiert. Bei den Decken handelt es sich um Holz-Beton-Verbunddecken. Die vorgehängte, hinterlüftete Fassadenhaut besteht aus grün glasierten Terrakotta- und Aluminium-Elementen. Jedes Geschoss hat eine eigene Terrassenfläche.

Durch den Einsatz von Holz konnten, so der Bauherr, 262 t CO2 eingespart werden. Neben dem „H7“ soll noch in diesem Jahr der Büroneubau „Dock 14“, von Maas & Partner Architekten, Münster, fertig-gestellt werden. Der ist aus Beton, bietet mehr als das Doppelte an Nutzfläche und füllt die letzte Lücke am Hafenbeckenrand. Be. K.

www.heupel-architekten.de, www.h7-münster.de