Beton in der Architektur 61. BetonTage zeigen Potenziale des Baustoffs - Deutsche BauZeitschrift


61. BetonTage

Beton in der Architektur

61. BetonTage zeigen Potenziale des Baustoffs

Vom 14. - 16. Februar 2017 finden die 61. BetonTage im Edwin-Scharff-Haus in Neu-Ulm statt. Ein fester Bestandteil im Programm des Leitkongresses der Beton(fertigteil)industrie ist das Podium „Beton in der Architektur“, das sich bei Planern und Architekten als Fortbildungsveranstaltung etabliert hat. Über 350 Teilnehmer waren im vergangenen Jahr hier zu Gast, 400 werden es wohl dies Jahr werden. Am 16. Februar 2017 zeigen wieder renommierte Büros die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten des Baustoffs auf.

Den Auftakt am 16.2.17 macht Prof. Rainer Hascher, HASCHER JEHLE Architektur, Berlin. Sein Büro steht für eine ganzheitliche, integrale Planung und folgt dem Prinzip der „Simple Technology“: sowenig Technik wie möglich, soviel Technik wie nötig. Der Nachhaltigkeit von Gebäuden wird dabei eine besondere Bedeutung beigemessen. Dies machen auch die von ihm vorgestellten Beispiele wie das Affenhaus Stuttgart, das Montforthaus Feldkirch oder die Messe Frankfurt deutlich.

Einen ähnlichen Ansatz verfolgt auch das Ingenieurbüro IDK Kleinjohann GmbH & Co. KG, Köln, dessen Philosophie es ist, ein ganzheitliches Tragwerk, Fachdisziplinen übergreifend aus einer Hand zu entwickeln. Christian Richert zeigt anhand von Projekten, wie der Kölner Moschee und dem Forschungszentrum :envihab des DLR, wie dies mit Hilfe moderner Bearbeitungsmethoden der Tragwerksplanung und gemeinsamer Planungsprozesse funktioniert.

Am Nachmittag folgen fünf Projektpräsentationen, bei denen die Architekten selbst die Besonderheiten von Beton darstellen. Den Auftakt macht die Deutsche Schule in Madrid. Die Rückbesinnung auf traditionelle Einfachheit bei gleichzeitiger technisch-innovativer Raffinesse prägt die ganze Entwurfshaltung und Ausführung der Deutschen Schule Madrid auch in Konstruktion und Haustechnik. Prof. Almut Grüntuch-Ernst, Grüntuch Ernst Architekten BDA, Berlin, stellt das Projekt vor.

Mit dem neuen Ausstellungsgebäude der Hilti Art Foundation in Vaduz ist das Kunstmuseum Liechtenstein um eine Attraktion reicher. Der vom Basler Büro Morger Partner Architekten entworfene Erweiterungsbau aus weißem geschliffenem Beton bildet mit dem benachbarten Hauptgebäude eine Einheit. Die kubische Form und das Material der Fassade spiegeln die Zusammengehörigkeit beider Häuser wider, die gegensätzliche Farbgebung in weiß und schwarz zeugt hingegen von selbstbewusster Eigenständigkeit. Prof. Meinrad Morger, Morger Partner Architekten AG, Basel, spricht über seine Erfahrungen bei der Realisierung dieses Projektes.

Durch einen gläsernen Boden der Hotellobby einen tiefen Blick in die Berliner Geschichte werfen: Das wird eins der Highlights des neuen Hotels am Petriplatz in Berlin-Mitte. Hintergrund: Grabungen fanden im Boden des Baugrundstücks die Überreste von Kellergewölben alter Bürgerhäuser. Planungsgrundlage für den Neubau ist der Entwurf des Büros Ortner & Ortner Baukunst, Berlin. Architekt Florian Matzker erläutert das Projekt.

Der Baustoff Beton spielte selbst beim Erweiterungsbau für den niederösterreichischen Steinmetz und Natursteinhändler Josef Kampichler eine Rolle. Die Wiener Architekten DI Matthias Raiger und DI Oliver Gerner. gerner°gerner plus architekten gerner und partner zt gmbh, stellen das minimalistisches Ensemble aus Verwaltung, Produktion und Lagerflächen vor.

Ursprünglich war auf dem Kronplatz am Rande der Dolomiten eine Aussichtsplattform unter der Leitung der 2016 verstorbenen Architektin Zaha Hadid geplant. Doch dann entstand das sechste "Messner Mountain Museum". Der Baustoff Beton war hier die erste Wahl - nicht nur seiner Optik und Haptik wegen, sondern auch weil kein anderes Material sich so gut verformen lässt. Architekt Cornelius Schlotthauer, architecturemade, Hamburg, berichtet über die Herausforderungen bei der Realisierung dieser spektakulären Alpenarchitektur – von der Entwurfsidee- und -findung bis hin zur Ausführung. Kruno Stephan Thaleck, B&T Bau & Technologie GmbH, Raubling, beschreibt dabei aus Sicht des Herstellers den komplexen Fertigungsprozess der 380 großformatigen doppeltgekrümmten Betontafeln, von denen keine der anderen gleicht.

Die Teilnahme am Podium „Beton in der Architektur“ ist für Architekten kostenlos. Die Anmeldung erfolgt unter www.beton.org. Das Podium wird von der FBF Betondienst GmbH gemeinsam mit dem InformationsZentrum Beton und der DBZ Deutsche BauZeitschrift ausgerichtet.

Interessante Beiträge rund um das Bauen mit Beton gibt es auch an den anderen beiden Kongresstagen. Das vollständige Programm finden Sie auf www.betontage.de.