Auditor ist nicht gleich Auditor
- die feinen Unterschiede zum Berater-
Bezeichnung für die zugelassenen Experten bei...
Quelle: Drees & Sommer AG
-
Zeitpunkt für den Start
Quelle: Drees & Sommer AG
-
Ziele frühzeitig festlegen
Quelle: Drees & Sommer AG
-
Zertifizierungsablauf (Beispiel Deutsches...
Quelle: Drees & Sommer AG
-
Kompetenzen für mehr Nachhaltigkeit (Bausteine des...
Quelle: Drees & Sommer AG
-
Mehrwert des Bauherren in Abhängigkeit der...
Quelle: Drees & Sommer AG
-
Autor
Peter Mösle, Präsidiumsmitglied bei DGNB und Senior Projektpartner bei der Drees & Sommer... -
Autorin
Michaela Lambertz, Projektmanagerin bei Drees & Sommer, ist für Green-Building-Beratung und... -
Autor
Prof. Dr.-Ing. Michael Bauer, Geschäftsführer von Drees & Sommer, ist zuständig für den Bereich...
Eine Zertifizierung nach den gängigen Green Building Labels, zum Beispiel DGNB, BREEAM oder LEED, gilt für Bauherren, Investoren und Nutzer als objektiver Nachweis für die Nachhaltigkeit des Gebäudes und macht zudem die Qualität des Gebäudes öffentlichkeitswirksam sichtbar. Bei der Umsetzung von zertifizierten Gebäuden ist ein zugelassener Auditor vorgeschrieben.
Für einen erfolgreichen Zertifizierungsprozess müssen alle Projektbeteiligten systematisch an das Vorhaben herangehen. Der Prozess wird dabei von einer verantwortlichen Person im Projektteam koordiniert, dem sogenannten Auditor. Diese Person wird von allen Labels gefordert, allerdings unter verschiedenen Bezeichnungen. Oft ist gar nicht spezifiziert, welche Aufgaben der Auditor wahrnimmt und über welche Kompetenzen er verfügen sollte. Den Bauherren ist daher oft nicht bewusst, welchen Mehrwert ein Auditor mit seinem Wissen im Planen und Bauen für das Vorhaben liefern kann – auch weit über die Zertifizierung hinaus.
Der Weg zum Zertifikat
Zu Beginn einer jeden Zertifizierung muss das Projekt bei der jeweiligen Zertifizierungsstelle registriert werden – dies übernimmt normalerweise der Auditor. Dabei sollte die Anmeldung so früh wie möglich stattfinden, denn je früher vereinbart wird, dass ein Gebäude nach Green-Building-Aspekten umgesetzt wird, umso einfacher – und damit kostengünstiger – lassen sich die Anforderungen in den Planungs- und Bauprozess integrieren. Nach der Anmeldung gibt es bei einigen Zertifizierungssystemen die Möglichkeit, über eine Pre-Certification (LEED C&S) oder ein Vorzertifikat (DGNB) eine detaillierte Absichtserklärung darüber abzugeben, welche Kriterien mit welcher Qualität in dem Bauprojekt umgesetzt werden sollen und welches Zertifikat angestrebt wird. Falls kein Vorzertifikat angestrebt wird, sollte zumindest ein Pre-Assessment oder Quick-Check für Klarheit über die Zertifizierbarkeit sorgen.
Bausteine des Green-Building-Wissens
Welche Kompetenzen sind bei der Zertifizierung gefragt und wie lässt sich durch eine Zertifizierung ein Mehrwert für das Projekt erzielen? Hierzu ist eine ganzheitliche Vorgehensweise notwendig, da die Nachhaltigkeit durch das Zusammenspiel aller Gebäudeeigenschaften generiert wird. Der Auditor muss deshalb über umfangreiches Wissen verfügen. Wenn ein hoher Mehrwert über die reine Zertifizierung hinaus erzielt werden soll, genügt es nicht, einen Auditor zu beauftragen, dessen Aufgabe und Kompetenz sich auf das Kriterien- und Strukturwissen des Zertifizierungsverfahrens beschränkt. Hier sind weitergehende Kompetenzbausteine zur sicheren und wirtschaftlichen Erreichung der angestrebten Gebäudeeigenschaften gefragt.
Auswahl des Auditors
Die Wissensbausteine zeigen, wie umfangreich das erforderliche Know-how ist. Dies gilt vor allem, wenn Bauherren Synergien bündeln und innovative Konzepte umsetzen wollen. Wer sich also für ein Performance orientiertes Zertifizierungssystem zum nachhaltigen Bauen entscheidet und so seine Immobilienqualität verbessern will, sollte bei der Auswahl des passenden Auditors nach Performance orientierten Kriterien beginnen. Denn die Fachkompetenz des Auditors entscheidet nicht nur zum großen Teil über das erreichbare Auszeichnungsniveau des Gebäudes, sondern auch über die Effizienz des Projektablaufs und die Innovationskraft der gewählten Lösungen.













