Ausstellung

„Fluch und Segen. Kirchen der Moderne“ in Köln

vom
09.09.2019
bis
10.11.2019

Das M:AI – Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW zeigt von 9.9. bis 10.11.2019 die Ausstellung „Fluch und Segen. Kirchen der Moderne“. Das Besondere ist der Ausstellungsort in Köln: die Kirche St. Gertrud des Architekten Gottfried Böhm – sie wird zum begehbaren Exponat. Themen der Ausstellung sind die Bedeutung von Kirchengebäuden und die Frage nach dem Umgang mit ihnen – angesichts der zunehmenden Leerstände. Die Böhm-Kirche steht in der Ausstellung als zentrales Exponat stellvertretend für viele Kirchen der Moderne.

St. Gertrud, fertiggestellt im Jahr 1965, bietet mit ihrer Fassade aus Sicht- und Waschbeton sowie ihrer asymmetrischen Form den idealen Raum für die Ausstellung. Darüber hinaus verkörpert der Ort selbst das Thema des veränderten Umgangs mit Kirchen: St. Gertrud ist seit 2010 unter anderem auch Veranstaltungsraum für Ausstellungen und Installationen.

Wie gehen wir mit diesen Bauten um, die architektonisch, religiös, aber auch kulturell außergewöhnliche Räume erzeugen? In NRW gibt es rund 6.000 christliche Kirchen, von denen in den nächsten Jahren etwa 30 Prozent leer stehen werden (Jörg Beste, Synergon 2018). Gründe dafür sind unter anderem der demografische Wandel und eine säkularisierte Gesellschaft. Leerstehende Kirchen ohne neue Nutzung werden langfristig aus unseren Dörfern, Städten und Wohnquartieren verschwinden. Der Umgang mit diesem christlichen Erbe hat sich zu einer gesellschaftlichen Diskussion entwickelt.

st. gertrud: kirche + kultur
Krefelder Straße 57
50670 Köln