VDI-Wettbewerb Integrale Planung

„Gateway Wuppertal – Neues aus Bestehendem schaffen“

Der 14. VDI-Wettbewerb Integrale Planung ist entschieden, vier Arbeiten erhielten Preise und insgesamt 5000 € Preisgeld

Im Kulturzentrum Insel e.V. in Wuppertal ist der VDI-Wettbewerb Integrale Planung 2025/26 mit einem inspirierenden Auftakt in seine vierzehnte Runde gestartet. Studierende aus ganz Deutschland informierten sich bereits im Herbst vergangenen Jahres über die neue Aufgabenstellung unter dem Titel „Gateway Wuppertal – Neues aus Bestehendem schaffen“. Dass sie dazu nach Wuppertal gereist waren, Ort das Wettbewerbsareals, aber auch Ort des Solar Decathlon Europe 21/22, hatte Gründe. Denn das Ziel des Wettbewerbs war es, in interdisziplinären Teams praxisnahe Konzepte zu entwickeln, die zeigen, wie integrales Planen und Bauen erfolgreich mit Materiallagern umzusetzten ist. Den Studierenden wurden die Materialbestände der ehemaligen SD-Pavillons über eine Datenbank zur Verfügung gestellt. Was der Ingenieursnachwuchs damit gestaltete war beeindruckend und wurde am vergangenen Freitag von einer fachlich breit aufgestellten Jury bewertet.

Campus Haspel, Wuppertal
Foto: Benedikt Kraft

Campus Haspel, Wuppertal
Foto: Benedikt Kraft

Präsentation und Juryrierung des schon traditionellen Studentinnenwettbewerbs fanden in Wuppertal statt, Freitag, 3. Juli 2026. Im Foyer des Campus Haspel, in welchem die Fakultät für Architektur und Bauingenieurwesen untergebracht ist. Das könnte man auch als eine Art Statement für die Zukunftsfähigkeit des Standortes betrachten, denn auch die Fakultät am Campus Haspel ist von Kürzungen stark bedroht, die die Bergische Universität Wuppertal vorzunehmen hat; das Land kürzt Zuwendungen (lesen Sie dazu auch hier).

Willkommen zur öffentlichen Präsentation auf dem Campus
Foto: VDI/Rouven Selge

Willkommen zur öffentlichen Präsentation auf dem Campus
Foto: VDI/Rouven Selge

Hier im Foyer gab es eine Videopräsentation der jeweiligen Einreicherteams sowie eine weite Stellwandlandschaft, die die eingereichten Projekte auf den üblichen drei Blättern präsentierten.

Gedordert waren Entwürfe eines Torgebäudes mit Künstlerinnen-Atelier an der neuen Hängebrücke, interdisziplinär erarbeitet und mit besonderem Fokus auf Nachhaltigkeit und Zirkularität. Dabei sollen Bauteile aus dem Solar Decathlon Europe 21/22 weiterverwendet werden, bei dem ganz praktisch Gebäude unter Gesichtspunkten des ressourcenschonenden Bauens im Sinne der Kreislaufwirtschaft geplant und gebaut wurden.

19 interdisziplinäre Teams aus der deutschsprachigen Hochschul- und Universitätenlandschaft reichten schließlich ein, die Vorjurierung ließ 12 Teams ihre Entwürfe in Wuppertal präsentieren. Mit einem Videobeitrag, mit den drei Blättern auf der Stellwand und schließlich: Mit einer Präsentation und Verteidigung der Arbeit vor der Jury und den teilnehmenden Teamkolleginnen! Anspruchsvoll und überraschend souverän von allen erledigt.

Jury mit Ehrengast (v. l.): Tom Lehmann, Vorsitz (VDI / Mitglied im Fachbeirat Architektur), Thomas Kleist (VDI / Vorsitz VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik), Martin Füllsack (VDI, Vorstand, nicht in der Jury), Lorena Peters (VDI / Vertretung der VDI-Young Engineers im Fachbereich Architektur), Miriam Scherff (Oberbürgermeisterin Wuppertal, nicht in der Jury), Katharina Simon (Living LAB / Uni Wuppertal), Susanne Brambora-Schulz (Geschäftsführerin BUGA), Ilka Cirkel (Projektleitung Nachhaltigkeit, BUGA), Christina Sonnborn (Urban Design / Uni Wuppertal), Dr. Carsten Gerhardt (Circular Valley), Benedikt Kraft (DBZ Deutsche BauZeitschrift)
Foto: VDI/Rouven Selge

Jury mit Ehrengast (v. l.): Tom Lehmann, Vorsitz (VDI / Mitglied im Fachbeirat Architektur), Thomas Kleist (VDI / Vorsitz VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik), Martin Füllsack (VDI, Vorstand, nicht in der Jury), Lorena Peters (VDI / Vertretung der VDI-Young Engineers im Fachbereich Architektur), Miriam Scherff (Oberbürgermeisterin Wuppertal, nicht in der Jury), Katharina Simon (Living LAB / Uni Wuppertal), Susanne Brambora-Schulz (Geschäftsführerin BUGA), Ilka Cirkel (Projektleitung Nachhaltigkeit, BUGA), Christina Sonnborn (Urban Design / Uni Wuppertal), Dr. Carsten Gerhardt (Circular Valley), Benedikt Kraft (DBZ Deutsche BauZeitschrift)
Foto: VDI/Rouven Selge

Ausgezeichnet wurden vier Entwürfe/vier Teams mit Preisen und Preisgeldern:

1. Preis: Building Gateways

Technische Universität Wien, Team: Simon Berger; Elias Walder; Emanuel Aigner

Jury-Stichworte: starke Arbeit, städtebaulich gut, gute Ansätze, sehr bauteilorientiert, schafft eine Symbiose zwischen Hängebrücke – Waldpark und Gebäude, bietet eine ansprechende Architektur und nimmt sich trotzdem zurück, hoher Anteil an ReUse

1. Preis (2000 €): Building Gateways
Foto: VDI/Rouven Selge

1. Preis (2000 €): Building Gateways
Foto: VDI/Rouven Selge

2. Preis: Riegelwerk

Universität Stuttgart, Team: Felix Thiemann; Christin Broghammer; Noah Holl

Jury-Stichworte: stark, schön aufgeräumt, gutes Layout, sensibler Umgang mit dem Umfeld, gute Blickbeziehung, konsequenter Umgang mit dem verfügbaren Material

2. Preis (1500 €): Riegelwerk
Foto: VDI/Rouven Selge

2. Preis (1500 €): Riegelwerk
Foto: VDI/Rouven Selge

3. Preis: Re:Connected

Universität Stuttgart, Team: Julie Duncker; Alexandra Maria Meier; Serafin Lindau; Lukas Maucher

Jury-Stichworte: ästhetisch und innovativ, mit Charakter, eröffnet Räume, guter Umgang mit den verfügbaren Materialien, gute Detaillösungen

3. Preis (750 €): Re:Connected
Foto: VDI/Rouven Selge

3. Preis (750 €): Re:Connected
Foto: VDI/Rouven Selge

3. Preis: 92 %

Fachhochschule Aachen, Team: Lisa Sonntag; Lukas Laboga; Wim auf dem Graben; Muhammad Nugraha Iskandar

Jury-Stichworte: konzeptionell stark, integralen Ansatz verfolgt, Gebäudetechnik betrachtet, technisch viel richtig gemacht

3. Preis (750 €): 92 %
Foto: VDI/Rouven Selge

3. Preis (750 €): 92 %
Foto: VDI/Rouven Selge

Allen Teilnehmerteams Glückwünsche für die besondere Präsentation, allen Ausgezeichneten besondere Glückwünsche!

Nach dem Wettbewerb ist natürlich nicht Schluss, der nächste Wettbewerb für das Wintersemester 2026/2027 steht bereits in den Startlöchern. Der neue Wettbewerb 2026/2027 "Rhein hängen - Jugendherberge im Steilhang am Erpeler Ley" führt an die Erpeler Ley, einen markanten Basaltfelsen über dem Rhein gegenüber von Remagen, der neben dem Drachenfels zu den bekanntesten Vulkanruinen des Mittelrheintals zählt. Alles weitere dazu ist auf der VDI-Wettbewerbs-Webseite nachzulesen.