Online-Gala im September

Elf Gewinner beim Deutschen Lichtdesign-Preis 2020

Auch wenn in diesem Jahr der festliche Rahmen und die damit verbundenen Möglichkeiten der spontanen Begegnung nicht gegeben waren, gab es dennoch die Gala zum Deutschen Lichtdesign Preis.

Während einer Online-Gala am 17. September verfolgten weit über 400 Teilnehmer die Ehrung der Gewinner des Deutschen Lichtdesign-Preis 2020. Nominiert in elf Kategorien waren 35 Projekte aus 53 Wettbewerbseinreichungen. Außerdem wurden der Sonderpreis Tageslicht und der Nachwuchspreis verliehen. Den feierlichen Höhepunkt bot am Ende des digitalen Events die Würdigung des Lichtdesigner des Jahres. Mit dieser begehrten Auszeichnung darf sich das Berliner Büro Kardorff Ingenieure schmücken, bis im Juni nächsten Jahres der Lichtdesigner des Jahres 2021 gekürt wird. Die Veranstalter des Deutschen Lichtdesign-Preis, die beteiligten Partner aus der Industrie und die geladenen Gäste aus Lichtplanung und Architektur hoffen, dass die Gala im kommenden Jahr wieder in gewohnter Art und Weise stattfinden kann. Veranstaltungsort für die etwa 500 erwarteten Gäste wird das Kongresszentrum Hannover sein.

Neben dem Who is Who der Lichtplanung, die sich während des zehnjährigen Bestehens des Deutschen Lichtdesign-Preis regelmäßig um die begehrte Auszeichnung bewerben, gab es erfreulich viele Beteiligungen kleinerer Büros. Dazu gehören lightspere aus Zürich und das Architekturbüro Planwerk aus Essen, die prompt Gewinne für sich entscheiden konnten. In der Kategorie „Außenbeleuchtung / Inszenierung Wahrzeichen“ siegte Planwerk mit seinem Projekt Stadtwerketurm Duisburg, während die in der Schweiz ansässigen Planer die Jury mit ihrer Beleuchtung des Büro- und Verwaltungsgebäudes Zürich Innovation Center Givaudan überzeugten.

Sabine de Schutter und ihr Team hatten mit einer Nominierung und einem Kategorie-Gewinn gleich mehrfach Grund zur Freude. Als Highlight wurde der in Berlin ansässigen gebürtigen Belgierin zusätzlich der Nachwuchspreis verliehen. Im Rennen dafür lagen fünf Büros mit je einem beispielhaft nominierten Projekt. Der ideelle Preis geht jedes Jahr an ein Büro, das zum Zeitpunkt der Wettbewerbseinreichung nicht länger als drei Jahre am Markt ist.

Der Sonderpreis Tageslicht wurde der Lichtvision Design GmbH für die integrale Tages- und Kunstlichtplanung in dem Shopping-Center „Hallen am Borsigturm“ in Berlin Tegel verliehen. Durch innenarchitektonische Interventionen und eine Erneuerung der Beleuchtung wurde das Erscheinungsbild des 1898 ursprünglich als Produktionsstätte errichteten Gebäudes aufgewertet. Transparente, an dem Glasdach aufgeklebte Farbfolien erzeugen bei Sonne farbige Felder, die im Tagesverlauf über Boden und Wände wandern und für die Besucher beeindruckende Blickfänge bilden. „Erst durch diese sorgsam gesetzte Farbe erhält der architektonische Raum die Aufenthaltsqualität und Spannung, die das Einkaufszentrum für die Besucher braucht,“ so das Jury-Urteil.

Die in den vergangen Jahren starken Kategorien Verkehrsbauten und Bildung fielen in diesem Jahr weg; dafür sind neue hinzugekommen. Das spiegelt die Dynamik der Branche und der Aufgaben der Lichtdesigner wider.

Mit hoch qualifizierten und äußerst vielfältigen Projekten nimmt das Segment Außenbeleuchtung / Inszenierung immer mehr Raum ein. Innerhalb einer neu etablierten Kategorie wird daher neben der lichttechnischen Inszenierung von Architektur im Außenraum nun auch die Beleuchtung von Wahrzeichen im urbanen oder landschaftlichen Kontext prämiert.

Auch in der Kategorie Internationales Projekt gab es eine besonders hohe Beteiligung mit dermaßen diversifizierten Projekten, dass die Jury die zusätzliche Kategorie „Projekte mit künstlerischem Hintergrund“ ins Leben gerufen hat. Auf nationaler Ebene wurde dieses Segment ebenfalls in den Auswahl-Katalog aufgenommen.

Film zur Online-Gala: www.youtube.com

 

Projekte für den Deutschen Lichtdesign-Preis 2021 können bis zum 30. Oktober eingereicht werden.

www.lichtdesign-preis.de

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