DGNB - Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen

Amandus Samsøe Sattler zum neuen DGNB Präsidenten gewählt

Mit dem Architekten Amandus Samsøe Sattler hat die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB e.V. einen neuen Präsidenten. Er folgt in dieser Funktion Prof. Alexander Rudolphi, der seine Arbeit im Präsidium des Vereins fortsetzt.
Der Wechsel wurde im Rahmen des DGNB Tags der Nachhaltigkeit in Stuttgart bekanntgegeben. Samsøe Sattler übernimmt das Amt zunächst bis zur nächsten DGNB Mitgliederversammlung Mitte des kommenden Jahres.

„Ich freue mich sehr über das mir entgegengebrachte Vertrauen“, sagt Amandus Samsøe Sattler, der sich seit 2015 ehrenamtlich als Teil des DGNB Präsidiums engagiert. Viele Entwicklungen der vergangenen Jahre, wie etwa der Start der Initiative „Phase Nachhaltigkeit“, hätten für ihn die neue Vertretungsfunktion innerhalb der DGNB noch interessanter gemacht, so Samsøe Sattler. Daher werde es mit ihm als Präsidenten auch keinen grundlegenden Kurswechsel geben – im Gegenteil. „Ich schätze die Zusammenarbeit mit der DGNB Geschäftsstelle als sehr wertvoll ein und möchte den in den letzten Jahren eingeschlagenen Weg der DGNB weiter fortsetzen.“ Als eine zentrale Aufgabe sieht er für sich, bei Architekten, Ingenieuren und bei den Bauherren aus der Immobilienwirtschaft die Themen der Nachhaltigkeit noch stärker einzubringen.
 
„Im Präsidium der DGNB arbeiten wir Hand in Hand als Team“, erklärt der Gründer und Geschäftsführer des Münchner Büros Allmann Sattler Wappner Architekten. „Das wird auch in Zukunft so sein, nur dass ich künftig unser Gremium zusätzlich noch stärker stellvertretend repräsentieren werde.“ Dabei freue er sich, dass Alexander Rudolphi weiterhin seine umfassende Erfahrung in der DGNB einbringen wird.
 
Prof. Alexander Rudolphi bleibt im DGNB Präsidium aktiv
 
Prof. Alexander Rudolphi hatte den Posten als DGNB Präsident insgesamt acht Jahre lang eingenommen – als Gründungspräsident im ersten Jahr des Vereins 2007 sowie in den letzten sieben Jahren seit 2013. „Die DGNB befindet sich seit vielen Jahren auf einem sehr guten Weg. Die Kernforderungen des Bewertungs- und Zertifizierungssystems sind heute richtiger und aktueller denn je“, erklärt Rudolphi. „Gleichzeitig bin ich zunehmend ungeduldig, dass es politisch und im Markt nicht schnell genug die notwendigen Fortschritte gibt. Hier möchte ich mich in Zukunft noch stärker für unsere gemeinsamen Ziele einsetzen. Dafür wünsche ich mir mehr Freiräume – sowohl zeitlich als auch inhaltlich. Bei Amandus Samsøe Sattler weiß ich das Amt in den allerbesten Händen.“ Künftig will sich der Bauingenieur insbesondere im politischen Berlin sowie für eine stärkere regionale Verbreitung der DGNB im Nordosten Deutschlands einsetzen.
 
Neben Amandus Samsøe Sattler und Prof. Alexander Rudolphi (Rudolphi + Rudolphi) zählen noch Barbara Ettinger-Brinckmann (Bundearchitektenkammer), Martin Haas (haascookzemmrich – STUDIO 2050), Hermann Horster (BNP Paribas Real Estate), Prof. Anett-Maud Joppien (TU Darmstadt),
Prof. Dr.-Ing. Anke Karmann-Woessner (Stadt Karlsruhe), Dr.-Ing. Peter Mösle (Drees & Sommer), Prof. Matthias Rudolph (Transsolar) und Prof. Josef Steretzeder (Lindner) zum DGNB Präsidium.
 
Für die kommenden Monate stehen bei der DGNB verschiedene Schwerpunktthemen auf der Agenda. So wird beispielsweise die Zusammenarbeit mit Kommunen im Bereich von Nachhaltigkeit und Klimaschutz im Rahmen einer neuen Initiative intensiviert. Auch das Thema Digitalisierung spielt im nächsten halben Jahr eine zentrale Rolle bei der DGNB. Außerdem werden die bereits zu Jahresbeginn angestoßenen Aktivitäten rund um klimapositive Gebäude – nicht nur im Neubau, sondern gerade auch im Bestand – weiter verstärkt.

Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen – DGNB e.V.
2007 gegründet, ist die DGNB heute mit rund 1.200 Mitgliedsorganisationen Europas größtes Netzwerk für nachhaltiges Bauen. Ziel des Vereins ist es, Nachhaltigkeit in der Bau- und Immobilienwirtschaft zu fördern und im Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit zu verankern. Mit dem DGNB Zertifizierungssystem hat die unabhängige Non-Profit-Organisation ein Planungs- und Optimierungstool zur Bewertung nachhaltiger Gebäude und Quartiere entwickelt, das dabei hilft, die reale Nachhaltigkeit in Bauprojekten zu erhöhen. Dabei fußt das DGNB System auf einem ganzheitlichen Nachhaltigkeitsverständnis, das die Umwelt, den Menschen und die Wirtschaftlichkeit gleichermaßen einbezieht. Über die Fort- und Weiterbildungsplattform DGNB Akademie wurden zudem bereits mehr als 4.500 Personen in 40 Ländern zu Experten für nachhaltiges Bauen qualifiziert.

Thematisch passende Artikel:

Weichen für die Zukunft gestellt

DGNB mit neuem Präsidium und Präsidenten

Das im Rahmen der ordentlichen Mitgliederversammlung im Juni 2013 gewählte DGNB Präsidium hat einen neuen Präsidenten sowie zwei neue Vizepräsidenten aus seiner Mitte bestimmt. Mit der Wahl von...

mehr
2019-09

Deutscher Nachhaltigkeitspreis Architektur 2019

Die nominierten Gebäude für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Architektur stehen alle für gute nachhaltige und klimagerechte Architektur in Deutschland. 1| AIZ | Akademie der Deutschen...

mehr

Sonderpreis Nachhaltiges Bauen

Einreichung verlängert bis 15. Juni 2014

Am 28. November 2014 vergibt die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen - DGNB e.V. bereits zum zweiten Mal den...

mehr

Aufruf zur Teilnahme am Deutschen Nachhaltigkeitspreis

Architekten, Ingenieure, Bauherren oder Nutzer können sich am DGNB-Sonderpreis „Nachhaltiges Bauen“ noch bis zum 19. Juni 2015 mit ihren Projekten beteiligen

„Wir suchen Projekte, die auf überzeugende und inspirierende Weise zeigen, wie sich Nachhaltigkeit und architektonische Qualität zu einer Einheit verschmelzen lassen“, sagt Prof. Alexander...

mehr
2018-01

DGNB Preis „Nachhaltiges Bauen“ an wagnisART, München

Das genossenschaftliche Wohnungsbauprojekt wagnisART ist mit dem DGNB Preis 2017 „Nachhaltiges Bauen“ prämiert worden. Die renommierte Auszeichnung wurde in diesem Jahr zum fünften Mal gemeinsam...

mehr