Nominierte für den Internationalen Hochhaus Preis 2020 stehen fest

31 hohe Häuser aus fast allen Kontinenten der Welt stehen für die finale Runde bereit.

Ob der IHP einer aus der Dinosaurierzeit ist? Als ein Saurier mit dem schönen Namen Tyrannosaurus Rex  die damalige Welt der Lebenden beherrschte? Uns Heutige und wissensgierige Rekonstrukteure lehrt dieser Saurier das schöne Gruseln und man kann sich fragen, ob er vielleicht auch deshalb nicht überlebte, eben weil er der größte und stärkste war?

Seit einigen Jahren zeichnet der IHP vor allem Hochhäuser aus, die der Jury und den Auslober sozial, städtebaulich verträglich, gar nachhaltig sind, die grünen Fassaden der Bosco Verticale in Mailand standen sinnbildlich und fürsprechend für eine Bauspezies, die dennoch dominat auftritt, singulären (Macht)Anspruch im  Stadtraum formuliert und als Stadt in der Stadt ganz eigenen Regeln zu folgen scheint.

Nun 31 in der Schlussrunde. Wir würden sie nicht zeigen, zeigten sie selbst nicht (fast) alle, dass das oben gesagte noch immer gilt. Mancher hat schon die Raumfahrt mit Techniktransfer gut geredet, es sei nur an die Teflonpfanne erinnert. Anschauen kann man sich die meisten Bauten allerdings mit großen, staunend geöffneten Augen: Ingenieursleistung, Produktentwicklung, Marketing, Design, alles vom Feinsten. Ob diese Bautype uns allerdings in einer Zukunft hilft, mit Migrationsdruck und Dürrekatastrophen, Überhitzung und Gewalt, Veränderung der Arbeit und Freizeit fertig zu werden? Anschauen und diese Frage selbst beantworten! Be. K.

Der Internationale Hochhaus Preis (IHP) wird seit 2004 alle zwei Jahre von der Stadt Frankfurt am Main ausgelobt. Initiiert wurde der Internationale Hochhaus Preis 2003 gemeinsam von der Stadt Frankfurt mit dem Deutschen Architekturmuseum und der DekaBank. Seitdem wird er in partnerschaftlicher Kooperation vom Deutschen Architekturmuseum und der DekaBank organisiert und finanziert und im Jahr 2020 zum neunten Mal verliehen. Der Internationale Hochhaus Preis wird für ein Bauwerk vergeben, das exemplarische Nachhaltigkeit, äußere Form und innere Raumqualitäten wie auch soziale Aspekte zu einem vorbildlichen Entwurf verbindet. Planer und Bauherren erhalten gemeinsam den Preis – eine Statuette des international bekannten Künstlers Thomas Demand und ein Preisgeld in Höhe von 50.000 Euro.

Der Preis

Der Internationale Hochhaus Preis wird alle zwei Jahre auf der Basis weltweiter Nominierungen vergeben.

Der Internationale Hochhaus Preis wird Bauherrn und Planern gemeinsam verliehen. Der Preis wird in Form einer Urkunde vergeben. Er ist darüber hinaus mit einem Geldpreis in Höhe von EUR 50.000 sowie einer Statuette des renommierten Künstlers Thomas Demand, geformt aus hauchdünnen Titanschichten mit einer Höhe von 37 cm, ausgestattet. Der Architekt soll die Statuette erhalten, der Bauherr den Geldbetrag spenden.

Die Jury kann vier bis fünf weitere Anerkennungen aussprechen, die aber nicht finanziell prämiert werden. Damit werden maximal sechs Finalisten inklusive einer besonderen Anerkennung (für Nachhaltigkeit, technische Innovation, Nachwuchs o.ä.) bestimmt.

Teilnahmeberechtigt am Internationalen Hochhaus Preis sind Planer, Planungsgemeinschaften und andere juristische Gemeinschaften, die von Architekten oder Ingenieuren geführt werden. Die Projekte zur Teilnahme am Verfahren werden von der Jury und vom Deutschen Architekturmuseum (DAM) für die Teilnahme nominiert.

Die Wettbewerbsteilnehmer versichern bei Nachfrage, dass sie die geistigen Urheber des eingereichten Projektes sind. Die eingereichten Unterlagen werden nicht zurückgesandt, sondern gehen in das Eigentum des Deutschen Architekturmuseums (DAM) über.

Zum Wettbewerb zugelassen sind nur Projekte, die 100 Meter oder höher sind,

nicht bereits für einen früheren Wettbewerb von der Jury nominiert waren, und

nach dem 1. Januar des vorletzten Jahres fertig gestellt und spätestens am 1. Juni des Jahres der Verleihung an den Bauherrn übergeben wurden, sind zur Teilnahme am Wettbewerb zugelassen.

Die Nominierung für den Internationalen Hochhaus Preis beginnt ab Dezember des Vorjahres der Preisverleihung.

Die Jury besteht aus vier international renommierten Architekten / Ingenieuren / Architekturkritikern sowie zusätzlich je einem Vertreter der DekaBank, der Stadt Frankfurt am Main und des Deutschen Architekturmuseums. Die Jury wird bei jeder Auslobung neu zusammengestellt. Über ihre Zusammensetzung entscheidet das DAM als Vertreter der Stadt Frankfurt am Main gemeinsam mit der DekaBank. Die Jury tagt im Frühjahr des Jahres der Preisverleihung.

Die Finalisten werden vor der Verleihung des Internationalen Hochhaus Preises bekanntgegeben, der Gewinner erst zur Verleihung des Preises. Der Internationale Hochhaus Preis wird alle zwei Jahre im November in der Paulskirche in Frankfurt verliehen. Aus Anlass der Preisverleihung findet im Anschluss eine Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum statt. Zur Ausstellung erscheint eine Publikation.

Internationaler Hochhaus Preis

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