Till Schweiger und CoopHimmelb(l)au

Wolf Prix wird mit dem Hessischen Kulturpreis 2013 ausgezeichnet

Der Hessische Kulturpreis 2013 geht an den Wiener Architekten Wolf D. Prix, wie der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) mitteilte. Die Auszeichnung ist mit 45000 Euro der höchstdotierte Kulturpreis der Bundesrepublik Deutschland und wird zum 31. Mal verliehen. Ministerpräsident Volker Bouffier wird die Ehrung am 1. November 2013 im Planungsdezernat der Stadt Frankfurt vornehmen. Der international vielfach ausgezeichnete US-Architekt Thom Mayne wird einen Festvortag halten. Mit Prix wurden 2001 erstmals Architekten mit dem Preis geehrt, so freuten sich damals die drei Architekten Paul Posenenske, Berthold H. Penkhues und Christoph Mäckler über die Auszeichnung (2003 Til Schweiger (Schauspieler)).

Zur Entscheidung des elfköpfigen Kuratoriums sagte der Regierungschef: „Wolf D. Prix zeigt mit seinen Arbeiten weltweit, wozu die moderne Architektur in der Lage ist. Seine Bauwerke zeugen von einer bemerkenswerten Kreativität und dem Willen das scheinbar Unmögliche real werden zu lassen. Er ist ein Baumeister von Träumen. Mit dem Neubau der Europäischen Zentralbank schafft Prix zurzeit ein neues Frankfurter Wahrzeichen, das schon bald mit Leben gefüllt wird. Damit unterstreicht die Stadt auch optisch, dass sie der wichtigste Finanzplatz auf dem europäischen Kontinent ist. Für sein Wirken würdigen wir Wolf D. Prix mit dem Hessischen Kulturpreis 2013“, erklärte Bouffier.

Dem Kuratorium des Hessischen Kulturpreises gehören neben Ministerpräsident Bouffier und der Hessischen Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann, folgende Persönlichkeiten an:

Dr. Ina Busch, ehemalige Leitende Museumsdirektorin des Hessischen Landesmuseums Darmstadt

Professor Dr. Peter Eschberg, ehemaliger Intendant des Schauspiels der Städtischen Bühnen Frankfurt am Main

Professor Dr. Jochem Jourdan, Architekt aus Frankfurt am Main

Professor Dr. Manfred Kaufmann, Direktor der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main

Bernd Loebe, Intendant der Oper Frankfurt

Professor Dr. Klaus Reichert, ehemaliger Präsident der Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt

Dr. Frank Schirrmacher, Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

Dirk Schwarze, Kunstkritiker aus Kassel

Hellmut Seemann, Stiftung Weimarer Klassik.

Wolf D. Prix wurde am 13. Dezember 1942 in Wien geboren. Er ist „Design Principal“ und Geschäftsführer von „COOP HIMMELB(L)AU“. Prix studierte Architektur an der Technischen Universität Wien, an der Architectural Association in London und am Southern California Institute of Architecture (SCI-Arc) in Los Angeles. Der Österreicher ist unter anderem Mitglied des Bundes Deutscher Architekten (BDA), der Architektenkammer Santa Clara, Kuba, des Royal Institute of British Architects (RIBA) sowie des American Institute of Architecture (AIA).

„COOP HIMMELB(L)AU“ arbeitet seit der Gründung 1968 in Wien in den Bereichen Architektur, Stadtplanung, Kunst und Design. Das Team hat in zahlreichen Ländern Museen, Konzerthäuser, Forschungs- und Verwaltungsgebäude sowie Wohnbauten realisiert. Zu den bekanntesten gehören die BMW-Welt in München, das Musée des Confluences in Lyon, das Akron Art Museum im US-Bundesstaat Ohio, das Busan Cinema Center in Korea, das Dalian International Conference Center in China und der Neubau der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main.

Der Hessische Kulturpreis ist mit 45.000 Euro dotiert und damit der höchst dotierte Kulturpreis der Bundesrepublik Deutschland. Der Preis wird durch ein Kuratorium vergeben, das in der Regel zweimal zusammentritt, um den oder die Preisträger zu bestimmen.

Der Hessische Ministerpräsident beruft die Mitglieder des Kuratoriums.  Dazu gehören neben dem Ministerpräsidenten und dem  Minister oder der Ministerin für Wissenschaft und Kunst neun weitere Persönlichkeiten an.

Die bisherigen Preisträger finden Sie untenstehend als PDF-Datei zum Download.

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