Das Beste für uns alle. Oder?

Am 4. Oktober 2012 wird im Deutschen Architekturmuseum das Beste Haus 2012 bekanntgegeben: hinfahren!

Zum zweiten Mal wurde der Preis ausgelobt, Häuser des Jahres 2012. „Wir wollen Ihr Bestes!“ liest man auf der Website des auslobenden Callwey-Verlages zu diesem Wettbewerb, gemeint ist damit natürlich das Beste, was Bauherren besitzen: ein schönes Haus. Ein gutes Haus. Ein vernünftiges Haus. Ein schnelles Haus. Ein noch schnelleres, aber sparsameres Haus. Ein Haus, ganz in Weiß, mit Flachdach. Ein großes Haus. Ein Haus, das ruhig etwas kosten darf. Ein Haus, von welchem die Jury vielleicht selbst träumt … ganz sicher, denn wer wird schon ein Haus als Haus des Jahres auszeichnen, in dem er oder sie („sie“ gab es in diesem Jahr nicht in der Jury) nicht am liebsten auch wohnen würde … stelle ich mir vor.

Aber warum nicht: Das Beste könnte doch Vorbild sein für andere „wohlhabende Bauherren“, so wird das Einreicherklientel auf der Verlagswebsite trefflich genau im Bauherrengewusel markiert. 223 waren es für den Preis 2012, Bauherren und -frauen haben aus dem gesamten deutschsprachigen Raum eingereicht. Die Häuser durften zum Abgabezeitpunkt (Ende Januar 2012) bis zu zwei Jahre alt sein; Häuser 2012?! Nun ja, auch das eine Krittelei.

Überrascht zeigte sich die Jury (sechs gestandene und teils bekanntere Männer) von der gestiegenen Qualität der eingereichten Projekte (waren die im vergangenen Jahr etwa nicht sooo gut?!). Die betonten weniger als in 2011 das Äußere, sie erzählten vielmehr von den inneren Werten, genauer, ihrer gelungenen (und damit ist gemeint: verantwortungsvollen) Einbindung in den städtebaulichen Kontext. Das allerdings verwirrt nun gänzlich, schaut man sich die zehn der Endrunde an, die bis auf zwei Ausnahmen alle auf ihre Alleinlage bauen, geplant sind. Nachbarschaft? Ja, aber bitte nicht zu nah ran!

So kann man gespannt sein, wie sich das, was wie ein Juror schreibt „etwas Rätselhafte“ am 4. Oktober im Deutschen Architekturmuseum DAM in Frankfurt auflöst. Wer hier das Rennen macht und zum Besten des Jahres 2009ff. erkoren wird. Und falls man der Jury hier nicht folgen möchte – oder nicht kann, weil das Rätsel eben nicht gelüftet wurde – der kann „die 50 besten Beispiele mit nach Hause tragen“ (Callwey). In einem Buch, herausgegeben und kommentiert von Teilen der Jury. In diesem finden sich weitere Beste, die eventuell unserem Verständnis vom Besten näher kommen; wenn das Beste das ist, was die Jury andeutete. Be. K.

Häuser des Jahres – Die besten Einfamilienhäuser 2012

Am Abend des 4. Oktobers werden die Preisträger des diesjährigen Wettbewerbs Häuser des Jahres 2012 geehrt, den das DAM zusammen mit dem Callwey Verlag zum zweiten Mal ausgelobt hat. Zugleich werden in einer Ausstellung die zehn besten Einfamilienhäuser aus dem Wettbewerb vorgestellt. Zur Vernissage wird das Buch „Die besten Einfamilienhäuser 2012“ präsentiert, das die 50 besten Objekte aus 223 Einreichungen dokumentiert. Neben architektonischer Qualität legte die Jury bei der Auswahl großen Wert auf den städtebaulichen Kontext. Ob Holz-, Stahl- oder Betonbau, die Bandbreite der Einsendungen ist groß und zeugt von einer enormen architektonischen Qualität.

Preisverleihung und Eröffnung Donnerstag, 4. Oktober, 19 Uhr, Deutsches Architekturmuseum DAM, Schaumainkai 43, Frankfurt/Main

19:00 \ Beginn der Veranstaltung

19:30 \ Begrüßung durch Peter Cachola Schmal, Direktor des DAM, und Dr. Marcella Prior-Callwey, Verlegerin Callwey Verlag

20:00 \ Preisverleihung – Dr. Wolfgang Bachmann, Herausgeber der Zeitschrift "Baumeister" im Gespräch mit den Preisträgern

20:30 \ Prof. Max Dudler – Vortrag "Verdichtung und Wahrheit. Das Einfamilienhaus als Stadtbaustein"

Ausstellung vom 4. bis 28. Oktober 2012

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