Wie kommt die Schule zur Baukultur?

Bundesstiftung Baukultur und Stadt Wolfsburg veranstalteten ein Netzwerktreffen für Norddeutschland

Wie kommt Baukultur in die Schulen? Und wie kommt die Schule zur Baukultur? Diesen und anderen Fragen stellten sich 53 Baukultur-Akteure jetzt bei einem von DBZ-Redakteur Benedikt Kraft moderierten Arbeitstreffen im Theater Wolfsburg. Die Bundesstiftung Baukultur und das Forum Architektur der Stadt Wolfsburg hatten Experten aus ganz Norddeutschland eingeladen, um unter dem Schlagwort "Baustelle Bildung" in vier Tischrunden zu diskutieren.

Aus den Bundesländern Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern war die bunt gemischte Expertenrunde angereist. "Das Ziel unserer regionalen Netzwerktreffen ist es, aktuelle Strategien, Methoden und Beispiele der Baukulturvermittlung gemeinsam zu diskutieren, um unsere Vermittlungsarbeit bundesweit nach vorne zu bringen", erläutert Professor Michael Braum, Vorstandvorsitzender der Bundesstiftung. "Baukultur braucht Bildung, und gute Bildung braucht genauso ausgezeichnete Schulbauten."

Der Architekturkritiker und Autor Professor Gert Kähler aus Hamburg und die Architektin Barbara Pampe vom Institut für öffentliche Bauten und Entwerfen der TU Stuttgart lieferten kurze Impulsvorträge. Stefan Albrecht von der Produktionsfirma Constantin Entertainment GmbH München zeigte bereits vor der Erstausstrahlung in wenigen Wochen Ausschnitte des neuen SAT 1-Formats "Boris macht Schule", in dem eine Schulsanierung medientauglich für ein breites Publikum umgesetzt wird.

Anschließend ging es nicht nur um beispielhafte Bauprojekte und die Frage, wie sich Qualitäten im Schulbau entwickeln und bewahren lassen, sondern auch um die städtebauliche Bedeutung. Wie wird Schule zum Impuls für ein Quartier? Und wie schafft man es, die Nutzer dabei intensiv zu beteiligen? Wie kann persönliches Engagement für gute Bildungsorte entstehen?

Mit vier regionalen Netzwerktreffen in den Bereichen Nord, West, Süd und Ost möchte die Bundesstiftung Baukultur 2010 und 2011 regionale Schwerpunkte setzen und gleichzeitig die bundesweite Aufmerksamkeit auf lokal und regional agierende Baukultur-Akteure lenken. "Wir freuen uns sehr, dass die Bundesstiftung das Forum Architektur als Partner gewählt hat und damit deutlich macht, dass unser langjähriges Bemühen um baukulturelle Bildung überregional wahrgenommen wird", unterstreicht Monika Thomas, Stadtbaurätin der Stadt Wolfsburg.

Die Ergebnisse der Netzwerktreffen sollen in 2012 publiziert werden mit dem Ziel, den Netzwerkpartnern eine Orientierungshilfe für die alltägliche Vermittlungsarbeit zu geben.

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