feld72 gewinnen Wettbewerb in Wien

Junges Wohnen in Neu Leopoldau

feld72 gewinnen Wettbewerb in Wien

Junges Wohnen – ein neuer Trendbegriff? Wie sieht junges Wohnen aus? Was bedeutet das? Zunächst ist es eine Strategie, um Gemeinschaft zu schaffen. feld72 definiert für sich diese Strategie so: „Von der Identifikation durch die Gestaltung und die verbindende Ringstruktur des Quartiers über das Band der das Grundstück umschließenden Mauer mit speziellen Kommunikationsflächen zum Zwiebelprinzip des Gebäudes.“ Das klingt kompliziert? Ist es nicht. feld72 überzeugten mit dieser Haltung und dem dazugehörigen Entwurf für ein gemeinschaftliches Wohnhaus die Jury und gewannen den ersten Preis in einem zweistufigen Bauträgerwettbewerb.

Die Architekten greifen das Prinzip der Zwiebel auf. Sie schichten Raum für Raum aneinander. So entstehtam Rand von Wien ein Wohnhaus aus unterschiedlich privaten und halböffentlichen Räumen. „Das Dorf im Haus“, nennen es die Architekten. Und übersetzen das soziale Gefüge dieser kleinteiligen Struktur in übereinander gestaffelte, vernetzte Gemeinschaftszonen und Kommunikationsflächen.

Die Architekten geben den Bewohnern ein Gerüst vor, dass diese mit Leben füllen:  „Gemeinschaft durch Gestaltung.“ Sie setzen auf die Aneignung des Raums durch die zukünftigen Bewohner. Da gibt es an der umlaufenden Mauer des Grundstücks eine Kletterwand, eine Tribüne, einen „langen Tisch“ und vieles mehr. Im Gebäude schichten sie öffentliche Räume, auf halböffentliche Räume bis mit dem privaten Raum, die Wohnungen und Loggias erreicht sind.

Konservativ ist die Umsetzung: „Ein monolithischer Baukörper mit einheitlichen Fensterformaten, umlaufende vor- und zurückspringende Balkone, ein klar formuliertes Dachgeschoss mit Giebelflächen an allen vier Fassaden.“ Junges Wohnen, also, in einer konservativen Form mit Vielfalt und Entfaltung in der Aneignung.

Weitere Informationen: www.feld72.at

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