Voller Energie Wiedereröffnung des Großen Tropenhauses im Botanischen Garten Berlin

Am 16. September 2009 wird Bundesumweltminister Sigmar Gabriel während einer Gala-Veranstaltung im geladenen Kreis das Große Tropenhaus wiedereröffnen. Ab dem 17. September 2009 ist das Haus wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Der erste Besucher wird um 9 Uhr im Tropenhaus erwartet. Das neue Besucherinformationssystem wird getestet und für die ersten Gäste gibt es eine Sonderführung durch das Große Tropenhaus.  Vom 17. - 20. September gelten verlängerte Sonderöffnungszeiten von 9 bis 22 Uhr (letzter Einlass 20.30 Uhr). Bis zum 20. September 2009 präsentiert die Zentraleinrichtung der Freien Universität Berlin ein umfangreiches Wiedereröffnungs-Programm aus Information und Unterhaltung. Den Höhepunkt erreicht es mit einem Großen Wiedereröffnungsfest am 19. + 20. September: Für einen symbolischen Garteneintritt von 1 Euro findet ein umfangreiches Programm für die ganze Familie statt. Zahlreiche Informationsstände, Aktionen, Ausstellungen und Kinderprogramm werden geboten. Musik und Kulinarisches mit tropischem Flair sorgen für Unterhaltung. Erwartet werden viele tausend Besucher. 

Das Große Tropenhaus im Botanischen Garten Berlin-Dahlem gehört zu den bedeutendsten und größten Gewächshäusern der Welt. Drei Jahre lang wurde der denkmalgeschützte Kuppelbau aus Stahl und Glas grundlegend saniert, um die historische Bausubstanz zu erhalten und den Energiebedarf um 50% zu senken. Technische Innovationen sorgen dafür, dass es jetzt wieder zu den modernsten und energie- effizientesten Gebäuden seiner Art gehört. Die Grundsanierung des Großen Tropenhauses wurde aus dem Umweltentlastungsprogramm (UEP) gefördert, das von der Europäischen Union über den Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und vom Land Berlin (Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz) kofinanziert wird. Weitere Mittel stammen aus der Hochschulbauförderung (HBFG) des Bundes und der Länder, von der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin sowie von der Freien Universität Berlin. 

Das neubepflanzte Große Tropenhaus vermittelt die globale Tropenvielfalt. Das Pflanzkonzept dieses Gewächshauses gleicht einer begehbaren Landkarte. Über 1350 Pflanzenarten präsentieren die Pflanzenwelt der Tropen Amerikas, Afrikas, Asiens und der Ozeanischen Inseln. Ein neu entwickeltes Leit- und Informationssystem für die Besucher vermittelt die Vielfalt der Tropen und deren Bedeutung.

Internet:

www.bgbm.org/tropenhaussanierung

www.botanischer-garten-berlin.de

Thematisch passende Artikel:

07/2014 Gewächshaus im Botanischen Garten, Aarhus

Ein energieeffizienter Tautropfen Tropenhaus Botanischer Garten, Aarhus/DK

Als 2009 die Universität Aarhus einen Wettbewerb für den Neubau eines neuen Tropenhauses auslobte, war kaum zu erwarten, dass diesen Wettbewerb gerade das Architekturbüro gewinnen sollte, welches...

mehr
09/2009

Domizil für sonnenhungrige Exoten Sanierung des Großen Tropenhauses im Botanischen Garten, Berlin

Bei der Sanierung des Großen Tropenhauses in Berlin waren im Ringen zwischen botanischen, wirtschaftlichen und denkmalpflegerischen Belangen scheinbar unvereinbare Ziele zu verbinden. Trotzdem fand...

mehr

James Turrell in Zürich und Berlin

Licht und die Wahrnehmung von Licht und Raum beschäftigen den Künstler schon seit mehr als 50 Jahren. In diesem Frühjahr können Besucher gleich zweimal in seine Installationen eintreten.

Wer nach der Light+Building noch viel Lust auf Licht der besonderen Art hat, der sollte sich entweder nach Zürich oder nach Berlin begeben, wo es zwei Werke des Lichtkünstlers James Turrell zu...

mehr

Haus der Zukunft

Plus-Energie-Haus macht in Berlin Station

Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee eröffnete gemeinsam mit dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, das Plus-Energie-Haus in Berlin. Mit dem Ausstellungspavillon vor dem Berliner...

mehr
10/2013

David Chipperfield Architects sanieren Haus der Kunst www.hausderkunst.de

Aktuell in den Schlagzeilen war das Haus der Kunst in München wegen der Absage eines Stücks des Schweizer Regisseurs Milo Rau. Rau wollte in dem Monumentalbau des nationalfaschistischen Regimes das...

mehr