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Medienfassaden Festival 2008, Oktober bis Dezember 2008, Berlin

Im Rahmen des Medienfassaden Festivals Berlin präsentiert das DAZ realisierte Medienfassaden-Projekte mit ihren technischen Hintergründen und diskutiert zukunftsweisende Entwicklungen für die mediale Kommunikation im öffentlichen Raum. Das Medienfassaden Festival ist eine Initiative von Susa Pop/Public Art Lab (PAL) und Mirjam Struppek/Internationale Urban Screens Association (IUSA) in Kooperation mit Gernot Tscherteu und Oliver Schürer/Media Architecture Group (MAG) Wien. Es wird gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds und die Senatserwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen - Landesinitiative Projekt Zukunft.
 
Ausstellung
Im Mittelpunkt der Ausstellung „Medienfassaden“, die im Rahmen des gleichnamigen Festivals in Berlin stattfindet, steht das Verhältnis von digitalen Bildern und Gebäudehülle. Kurator der Ausstellung ist der Medien- und Interaktionsdesigner Gernot Tscherteu von der Media Architecture Group aus Wien. Als Leiter des Unternehmens- und Forschungsnetzwerks „mediafacade.net“, entwickelt er qualitativ hochwertige, integrative Systemlösungen für Medienfassaden. In der Ausstellung im DAZ zeigt Tscherteu, wie durch die Verschmelzung von architektonischen Strukturen und Displays hybride Formen entstehen, die als Medienarchitekturen bezeichnet werden. Anhand der Analyse und des Vergleiches von realisierten Projekten und innovativen Konzepten werden unterschiedliche architektonische und künstlerische Strategien im Umgang mit Medienfassaden gezeigt. Thematisiert werden technische Mythen rund um die medienbespielte Gebäudehülle, aber auch deren praktische Aspekte wie LED-Technologie, Fassadendetaillösungen, Bespielungs- und Finanzierungskonzepte sowie ihr Energieverbrauch. 
 
Konferenz
Zentrales Thema der Medienfassaden Konferenz 2008 am 17. und 18. Oktober 2008 im DAZ Taut Saal sind die Medieninhalte im urbanen Maßstab. Ihre Einbindung in einen örtlichen, zeitlichen, gebauten und strukturellen Kontext untersuchen Experten aus den Bereichen Medien, Kunst, Architektur, Werbung, Immobilien, Stadtplanung und Politik. Kurator der Konferenz ist der Architekturtheoretiker Oliver Schürer von der Media Architecture Group und TU Wien. Medienfassaden als ein neu entstehendes urbanes Massenmedium thematisierte er bereits 2005 beim Festival ARS Electronica, 2006 im Architektur Zentrum Wien und 2007 bei der Media Architecture Conference London. Getragen wird seine Auseinandersetzung mit Medienarchitektur durch seine Forschungen über digitale Technologie und Techniktheorie an der TU Wien und an der ETH Zürich.
 
Die Konferenz in Berlin soll erreichen, dass alle relevanten Disziplinen gemeinsam die Entwicklung des neuen Massenmediums mit gestalten. Noch gibt es keine fest definierten Gestaltungs-Codes und vereinheitlichte Begriffe und auch das Rezeptionsverhalten der Betrachter bedarf eingehender Untersuchungen. Da die technisch-medialen Entwicklungen bisher wenig Einfluss auf die Inhalte nehmen, wird hier ein entscheidender Gestaltungsspielraum für Kunst und Kultur gesehen. Ziel der Konferenz ist es daher, Diskussionen anzuregen und eine von allen Beteiligten akzeptierte Praxis herausbilden. Sie geht der Frage nach, ob Medienfassaden und Urban Screens zur totalen Kommerzialisierung des öffentlichen Raumes führen und welche Chancen sich aufgrund der neu entstehenden ‚Social Media’ bieten, durch die Beobachter zu Benutzern und Koproduzenten werden.
Abgerundet wird die Konferenz durch einen Medienfassaden Experten Workshop, dessen Gastgeber das weltweit agierenden Ingenieurbüro Arup ist.   
 
Urban Screenings
Das Medienfassaden Festival Berlin baut auf die internationale Mediaarchitecture Conference 2007 in London auf und beschäftigt sich mit der Integration digitaler Bewegtbilder in die Architektur und den Stadtraum. Neben der Ausstellung und der Konferenz im DAZ werden als Hauptteil des Festivals vier Medienfassaden und ein City Terminal in Berlin (SAP, Collegium Hungaricum, O2 World, „Nightscreen“ von Ströer Megaposter, Wall Terminal) vom 17. Oktober bis 03. November 2008 mit Beiträgen von 24 ausgewählten Künstlern und Interaktionen aus der Bevölkerung bespielt.
Das Festival reflektiert einen weltweiten Trend zu großformatigen digitalen Bildelementen im öffentlichen Raum und erforscht deren Funktion als urbanes, kommunikatives Element. Ziel ist es, einen nachhaltigen Impuls für die zukünftige mediale Entwicklung im Stadtraum zu erzeugen und diese neue Infrastruktur für eine junge Kulturszene zu öffnen.

Ausstellung: Medienfassaden
Ort: Deutsches Architektur Zentrum DAZ, Scharoun Saal, Köpenicker Straße 48/49 Aufgang A, 10179 Berlin-Mitte
Zeit: 16.Oktober bis 12.Dezember 2008, Di – Fr, 12-19 Uhr, Sa+So 14-19 Uhr
 
Konferenz: Medienfassaden Konferenz
Ort: Deutsches Architekten Zentrum DAZ, Taut Saal, Köpenicker Straße 48/49 Aufgang A, 10179 Berlin-Mitte
Zeit: 17. bis 18.Oktober 2008 ganztägig
Weitere Informationen: Die Konferenzsprache ist Englisch. Die Anmeldung zur Teilnahme an der Konferenz ist online auf www.mediaarchitecture.org/mediafacades2008/conference möglich. Die Teilnahmegebühr beträgt für einen Tag 70 EUR (Studenten 40 EUR)  und für beide Tage 120 EUR (Studenten 75 EUR).
 
Urban Screenings: 17.Oktober bis 03.November 2008 im gesamtenBerliner Stadtraum, ab Einbruch der Dunkelheit
Internet:www.mediaarchitecture.org

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