Neue Räume für Musik!

Ausstellung „ohrenstrandmobil08 - temporäre Architektur für Neue Musik“ vom 23. Januar bis 5. März 2009, Berlin

Neue Räume für Neue Musik! - Unter diesem Motto rief der von der Zeitgenössischen Oper Berlin und ohrenstrand.net ausgerichtete Ideen- und Realisierungswettbewerb „ohrenstrand mobil 08“ Architekten, Bauingenieure und Künstler dazu auf, einen ungewöhnlichen und vielseitigen Raum für aktuelle Musik zu entwerfen. Insgesamt beteiligten sich 134 Teams aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an der ersten Ausschreibungsphase des Wettbewerbs im Mai 2008, von denen 31 Bewerber für die zweite Runde zugelassen wurden. Die Jury aus Kuratoren, Veranstaltern und Architekten wählte am 25. September 2008 die Preisträger von ohrenstrand mobil 08. Die Ausstellung zeigt die Entwürfe der zweiten Runde. 

Der 1. Preis ging an die Nürnberger Architekten René Rissland und Jürgen Lehmeier von Eyland 07 für ihre Ton-Raum-Architektur aus Akustik Modulen. Der Entwurf wird bis Februar 2009 realisiert. Bei diesem Entwurf geht es um das akustische, zeitliche und emotionale Zusammenspiel von architektonischer Konstruktion, akustischem Raum und musikalischen Klängen. Dabei gingen die Architekten René Rissland und Jürgen Lehmeier von einem kleinsten modularen Konstruktionsbaustein aus und nannten ihn “Akustik-Modul“. 

Der 2. Preis geht an Mark Neuner und Robert Schwarz von divany aus Wien für ihren Entwurf „Raumadapter“. 16 Epoxyharz-beschichtete EPS-Styropor Elemente modifizieren Räume aller Art. Ausgedientes Verpackungsmaterial aus Styropor wird gesammelt und neu montiert. Durch die flächige Konfiguration formverschiedenster Teile entstehen abstrakt anmutende Elemente. Die verschachtelten Volumina bieten raumakustische Eigenschaften, die jenen von professionellen Akustik-Materialien nahekommen. Die modulare Konfiguration ermöglicht eine Vielzahl räumlicher Möglichkeiten.  

Den 3. Preis gewann „HOSOC – HoveringSonicCap“ der Projektgemeinschaft Jan-Peter E.R. Sonntag und cc.mehlhose + thomas reinke aus Berlin HOSOC ist die Schaffung einer neuen Tektonik aus der Konstruktion sonischer Atmosphären. HOSOC ist ein elastischer, freibeweglicher Schalldeckel, Reflektor wie Membran und möglicher Lichtkörper. HOSOC verlängert die Idee des Schalldeckels Wagners als Reflektor ohne die Probleme der tieffrequenten stehenden Wellen, da der Reflektor selbst elastisch ist, besteht keine Gefahr der Eigenresonanz. Dort wo das menschliche Hören seine feinste Auflösung findet, nämlich im Frequenzspektrum der Formanten (die Obertöne unserer Vokale) reflektiert die konvexe Hülle.

Veranstaltung: Ausstellung „ohrenstrandmobil08“ – Die Entwürfe 2008
Ort: Studio Aedes am Pfefferberg, Christinenstr. 18-19, 10119 Berlin
Ausstellungsdauer: 23. Januar – 5. März 2009
Öffnungszeiten: Di - Fr 11-18.30 Uhr, Sa - So 13-17 Uhr
Eröffnung: Freitag, 23. Januar 2009, 20 Uhr
Email: aedes@baunetz.de
Internet: www.aedes-arc.de www.ohrenstrand.de

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