Nachhaltige Lösungen für die Megastädte von Morgen

Strategie-Konferenz am 31. August 2011, Shanghai

Wie müssen urbane Regionen in Zukunft geplant werden, um dem steigenden Urbanisierungsdruck aufsteigender Megastädte stand zu halten? Welche Instrumente stehen für eine nachhaltige und energieeffiziente Entwicklung zur Verfügung? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt des gemeinsamen Projektes „Future Megacities – Megastädte von morgen“ der Universität Duisburg-Essen mit deutschen und chinesichen Partnern in Shanghai. Mehr als 200 Stadtplaner, Architekten und Wissenschaftler werden am 31. August in der chinesichen Metropole zusammenkommen, um im Rahmen der Konferenz “Urban Strategies against Climate Change: Eco-City, Low Carbon City or Green City?” die Ergebnisse des fünfjährigen Projekts und künftige Trends zu diskutieren.

Megacities, Metropolen hoher Dichte mit einer Einwohnerzahl von mehr als 10 Mio. Menschen, werden im 21. Jahrhundert das vorherrschende Phänomen der Stadtentwicklung sein. Prognosen sagen voraus, dass im Jahr 2030 bereits 60 % der Weltbevölkerung in Städten leben werden, falls sich die bisherigen Entwicklungen fortsetzen. Bereits heute befindet sich die Hälfte dieser Städte in Asien. Megacities und urbane Regionen stellen Forscher und Stadtplaner vor allem in Bezug auf ihre Nachhaltigkeit vor enorme Herausforderungen. Im Zentrum des „Future Megacities“ Projekts steht deshalb die Frage, wie sich energieeffiziente Stadtstrukturen verwirklichen lassen und unterschiedliche Faktoren wie Mobilität, Energieinfrastruktur, soziale Aspekte und steigende Anforderungen an die Lebensqualität miteinander vereinen lassen. Um insbesondere in frühen Planungsphasen mit geringem Aufwand ganze Nachbarschaften in Bezug auf ihre Energieeffizienz zu bewerten, hat das Team der Universität Duisburg-Essen den so genannten Low Carbon Index (LCI) entwickelt. Verschiedene Kriterien aus vier Themenbereichen - Städtebau, erneuerbare Energien, Mobilität und Gebäude – werden auf einer Skala bewertet, um Auskunft über die Energieeffizienz und CO2-Emissionen eines Stadtteils zu geben. Angewendet wurde der LCI unter anderem zunächst auf das im Rahmen des Projekts zu untersuchende Pilotgebiet: die

Kernzone der „Hongqiao Business Area", eines der wichtigsten Entwicklungsgebiete Shanghais als nationales und internationales Handelszentrum. Langfristiges Ziel des durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Megacities-Projekts ist es, wegweisende Lösungen zu definieren, welche in Zukunft auch auf andere Metropolen übertragen werden können.

Interessierte können sich noch bis einschließlich 20. August für die Teilnahme an der Konferenz registrieren.
Internet: www.econet-china.com

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