Mitten in München

Das neue Quartier an der Hofstatt öffnet seine Höfe für die Stadt

Nach dem Auszug der Süddeutschen Zeitung kann es losgehen: Das rund 12.000 m² große Areal im Münchener Hackenviertel zwischen Sendlinger Straße und Färbergraben wird komplett umgebaut. Eine neue Qualität sollte geschaffen werden, ein stimmiges Ganzes, das in der Vielfalt seiner Einzelnutzungen einen neuen Ort zum Leben und Arbeiten in der Münchener Altstadt bieten wird. Die Überplanung des Süddeutschen Verlages ist wie die Umgestaltung des ehemaligen Geländes der Münchner Abendzeitung Teil des Projekts "Mitten in München“. Projektentwicklung und Realisierung liegen in den Händen der Vermietungs- und Verwaltungsgesellschaft Sendlinger Straße GmbH & Co. KG (VVS), einem Joint-Venture der LBBW Immobilien GmbH und der FOM Real Estate GmbH. Das architektonische Konzept für "Mitten in München" kommt von den Züricher Architekten Markus Peter und Marcel Meili. 

Im Quartier an der Hofstatt werden ein Drittel der Flächen (insgesamt 42.000m² BGF) mit Wohnungen belegt, moderne Lofts, Stadtwohnungen in den Neubauten, großräumige Altbauwohnungen. Neben der neuen Wohnqualität im Herzen der City gehören Büro- und Gewerbeflächen und vor allem attraktive Shoppingadressen zum Hofstatt-Konzept: „Wir öffnen ein bisher geschlossenes Quartier für die Stadt, für ihre Bürger und ihre Gäste, schaffen damit ein neues Filetstück mitten in München und verstärken auf diese Weise nachhaltig die Wahrnehmung und die Wertigkeit des Hackenviertels,“ verspricht Oliver Frank, Projektleiter und Geschäftsführer der VVS. Ende Juni/Anfang Juli 2009 ist Grundsteinlegung. 

Innerhalb der Hofstatt werden Gebäude geräumt, teilweise abgerissen, entkernt und saniert. Das ehemalige Druckereigebäude der Süddeutschen aus der Gründerzeit bleibt als baugeschichtliches Industriedenkmal erhalten. Der Backsteinbau in Stahlskelettbauweise spielt in den Plänen der Architekten eine zentrale Rolle: Durch sein Erdgeschoss führt eine organisch geformte Passage mit einer zentralen Glas-Ellipse, ein Merkmal der Schweizer Architekten. „Für den gemeinschaftlichen Charakter des gesamten Areals ist die Passage von zentraler Bedeutung,“ äußert sich Marcel Meili zu seinem Entwurf. Das vollständige Interview liegt als pdf zum Download vor.  

Internet: www.hofstatt.info

Weitere Informationen zum Download:

Thematisch passende Artikel:

2015-11

Nach der Zeitung kommt das Einkaufen Hofstatt MIM München

An prominenter Stelle in Münchens Innenstadt, an der Sendlinger Straße, wurde 2013 das Hofstatt-Areal eröffnet. Es ist ein vielfach genutztes Ensemble aus alten Strukturen, Einzeldenkmälern und...

mehr

Marcel Meili (1953–2019)

Am Montag, 18. März 2019, erlag der Gründungspartner von Meili, Peter & Partner Architekten AG, Zürich, einem Krebsleiden

Wer in Zürich unterwegs ist und dort natürlich auch die Langstraße als die alternative Kulturmeile besucht, biegt hinter den Gleisen in die Neugasse ein und besucht das Riffraff, das vielleicht...

mehr
2019-05

Menschen

Das Riffraff in Zürich ist als vielleicht bestes Schweizer Kino nur ein kleines Stückchen, ein allerdings gewichtiger Erinnerungsbrocken an den sozial wie kulturell höchst engagierten Marcel Meili,...

mehr
2008-12

Außer der Ordnung

Dass Marcel Meili und Markus Peter, Inhaber eines der führenden Architekturbüros der Schweiz, zu einem Verlag gegangen sind, der eher der Kunst und Fotografie und eben auch der Architektur zuneigt,...

mehr
2011-01

„Il Girasole“, auch ein Film von Marcel Meili, jetzt auf DVD www.scheidegger-spiess.ch

Als der nur 17-minütige Film von Christoph Schaub und Marcel Meili 1995 an der Biennale „Film und Architektur“ in Graz mit dem 1. Preis der Internationalen Architekturkritik ausgezeichnet wurde,...

mehr