100 Jahre Bauhaus

Konferenz 2019 I 100 Jahre Bauhaus: Was interessiert uns heute an der Moderne?

RMB-Konferenz zum Thema ‚Reuse of Modernist Buildings’ am 1. März 2019 in Berlin

Im März 2019 organisiert die Hochschule Ostwestfalen-Lippe die dritte RMB-Konferenz zum Thema ‚Reuse of Modernist Buildings’, gemeinsam mit DOCOMOMO Deutschland - einer Nichtregierungsorganisation (NGO), die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Architektur der Moderne zu dokumentieren, zu erforschen und für deren Erhalt einzutreten. Die internationale Konferenz in Berlin nimmt den 100-jährigen Geburtstag des Bauhauses zum Anlass, um über die Bedeutung der Moderne im 21. Jahrhundert und die von ihr ausgehenden Konzepte, Visionen und Impulse zu diskutieren.

Die Veranstaltung findet am  01.03.2019 in der Werkstatt der Kulturen, Wissmannstraße 32, 12049 Berlin statt.

Leitende Themenschwerpunkte sind die gesellschaftlichen, politischen, ökonomischen, kulturellen und insbesondere gestalterischen Fragestellungen von heute:

• Sind die von der klassischen und der Nachkriegsmoderne formulierten sozialen, räumlichen und baulichen Konzepte heute noch tragfähig?
• Welche Rolle spielen kulturelle und klimatische Bedingungen bei der Erhaltung, Renovierung und Transformierung von Räumen, Gebäuden und Stätten der Moderne?
• Wie können die Grundgedanken der klassischen Moderne 100 Jahre später fortgeschrieben werden und so einen Beitrag zur Lösung aktueller Herausforderungen leisten?
• Welchen Beitrag muss die akademische und berufliche Ausbildung leisten und welche Lehrkonzepte sind dafür geeignet?

Das Format der Konferenz wird durch ein Wechselspiel von Vorträgen eingeladener Keynote-Sprecher und ausgewählten wissenschaftlichen Fachspezialisten zu dem Thema „100 Jahre Bauhaus: Was interessiert uns heute an der Moderne?“ bestimmt.

Die eingeladenen Keynote-Sprecher werden zu den obengenannten Fragen Stellung nehmen und damit insbesondere die Rolle der Architektur als Planungs- und Gestaltungsdisziplin diskutieren.

Am Abend nach den Präsentationen findet zudem eine moderierte Podiumsdiskussion mit den Keynote-Sprechern statt. Die Vortragssprache wird Englisch/Deutsch sein.

Anmeldung/Kontakt: http://www.hs-owl.de/fb1/fachbereich/conference2019.html

Die Keynote Speaker

David Chipperfield wird über die Erhaltung und Transformierung der denkmalgeschützten Neuen Nationalgalerie von Ludwig Mies van der Rohe in Berlin berichten. Dabei wird er im Vortrag herausarbeiten, welche Herausforderungen die Ikonen der Moderne in konzeptioneller und konstruktiver Hinsicht mit sich bringen.

Fernando Romero ist ein mexikanischer Architekt. Er wurde 2002 beim World Economic Forum als „Global Leader von Morgen“ bezeichnet. 2012 tituliert ihn die Fast Company als einer der 50 einflussreichsten Designer seiner Zeit. Romero und sein Büro free sind in eine Vielzahl von Bildungs- und Kulturaktivitäten involviert. Eines dieser Projekte ist ‚Regeneration‘, welches ausgewählte Gebäude moderner mexikanischer Architektur restauriert. Das Projekt möchte Kultur bewahren und das Bewusstsein für die Rolle von Architektur und Design in Mexiko stärken.

Wiel Arets, ein niederländischer Architekt, war fünf Jahre Dekan am Illinois Institute of Technology College of Architecture (IIT) in Chicago und ist ein nachfolgender Architekturlehrer von Mies van der Rohe. Zudem war er tätig in einem restaurierten Gebäude von Mies van der Rohe in Chicago. Er hat damit einen engen Bezug zum Vermächtnis des Bauhauses in den USA. In seinem Vortrag wird er Stellung beziehen zur Bedeutung der Moderne heute, unter anderem anhand seines Entwurfs für den Antwerp Tower in Belgien.

Das Projekt "Reuse of Modernist Buildings" (RMB):

Das EU geförderte Projekt "Reuse of Modernist Buildings" (RMB, www.rmb-eu.com) wird durch die Hochschule Ostwestfalen-Lippe koordiniert und hat das Ziel, einen europäischen Masterstudiengang zu initiieren – in Kooperation mit fünf internationalen Universitäten, DOCOMOMO International als Nichtregierungsorganisation (NGO) und The Energy and Resources Institute (TERI), als internationalem Partner aus Indien. Das erarbeitete multidisziplinäre Lehrkonzept fragt nach der längst überfälligen technischen, sowie konzeptionellen Adaption heutiger Gebäude- und Wohnstandards, der Erfüllung von Wohnbedürfnissen sowie nach Strategien, um die Akzeptanz modernistischer Wohnkomplexe, die oft verkürzt als Plattenbauten und Schandflecken von Städten bezeichnet werden, zu erhöhen. Dabei werden beispiellos technologische, konzeptuelle und soziale Aspekte integriert.

Thematisch passende Artikel:

Architektur-Sonderführung im Bauhaus-Jahr am Samstag, 12. Januar 2019

Im Jahr 2019, 100 Jahre nachdem Walter Gropius in Weimar die Kunstschule Bauhaus gegründet hat, ist die Zusammenführung von Kunst und Handwerk Thema auf Zollverein. Am Samstag, 12. Januar, erhalten...

mehr
03/2016

Mitmachen! Bauhaus Jubiläum 2019 www.bauhaus100.de

2019 wird das Bauhaus 100 Jahre alt. Anlässlich der für dieses Ereignis zahlreich geplanten Aktionen startet nun die Internetplattform „bauhaus100.de“. Der das Jubiläum organisierende „Bauhaus...

mehr

Digitale Prozesse im Fassadendesign und -bau

Die Gebäudehülle hat sich in den letzten Jahrzehnten enorm entwickelt. Die Energieeffizienz und die Umweltqualität von Gebäuden werden maßgeblich durch die Gebäudehülle bestimmt. Die Fassade...

mehr

Denkmal Ost-Moderne II

Symposium am 31. Januar/1. Februar 2014, Bauhaus-Universität Weimar

Wie sieht die Praxis der Denkmalpflege von Bauten und Ensembles der 1960er- und der 1970er-Jahre aus? Wie können erhaltungswürdige Gebäude ermittelt und denkmalgerecht saniert werden? Mit Fragen...

mehr

100 jahre bauhaus – Ein kritischer Diskurs

Die Podiumsdiskussion „100 Jahre Bauhaus – Ein kritischer Diskurs“ am 27. September 2018 in der Akademie der Künste, Berlin am Pariser Platz, 10 bis 18 Uhr, wirft einen kritischen Blick auf das...

mehr