Gartenkultur

Landesgartenschau Aschersleben 2010 mit studentischen Beiträgen

Die Hochschule Anhalt wird die Landesgartenschau 2010 in Aschersleben bereichern. Dafür werden von der Landesgartenschau Aschersleben 2010 GmbH insgesamt ca. 530 qm im Stadtpark zur Verfügung gestellt. Die Hochschule Anhalt ist dort mit einem Schaugarten, der Installation eines Info-Elementes für Beratungs- und Informationsveranstaltungen sowie zwei Themengärten, die über einen internationalen studentischen Wettbewerb realisiert werden, präsent.   
Die Kooperationsverhandlungen mit dem dazu gehörigen Projektvorschlag liefen bereits seit einigen Monaten. Sowohl bei der Landesgartenschau Aschersleben 2010 GmbH als auch bei der Hochschule Anhalt ist man begeistert, dass die Zusammenarbeit zustande kommt. Entsprechende Vereinbarungen wurden schriftlich fixiert und gestern feierlich unterschrieben. „Für Sachsen-Anhalt ist das ein absolutes Novum. Auf keiner der bisherigen Landesgartenschauen wurde mit einer akademischen Einrichtung zusammengearbeitet. Wir sind deshalb sehr stolz, dass die Landschaftsarchitekten der Hochschule Anhalt mit im Boot sind“, meinte Jürgen Herzog, Geschäftsführer der Landesgartenschau Aschersleben 2010 GmbH gestern Abend nach Abschluss der Veranstaltung. Prof. Reiner Schmidt, Dozent für Stadt- und Freiraumentwicklung an der Hochschule Anhalt in Bernburg, konnte dem nur zustimmen. „Unsere Studenten bekommen 2010 die Chance, eigene Ideen konkret bei einem großen Projekt umzusetzen. Solche Chancen sind selten und müssen genutzt werden – schließlich macht die praktische Übung zugleich den theoretischen Meister. Das gilt auch für unsere Studenten der Architektur und Landschaftsarchitektur.“         
Während des traditionell von den Studenten organisierten Klosterrundgangs in Bernburg wurde der Ideenwettbewerb zum Projekt „Schaugarten“ ausgewertet. Die öffentliche Preisgerichtssitzung dauerte mehrere Stunden – viele studentische Beiträge aus dem Bereich Landschaftsarchitektur waren erstaunlich hochkarätig und so fiel die Entscheidung nicht leicht. Gewonnen hat ein Zweierteam: Michael Brückmann und René Ceko. Unter dem Motto „Stadtumbau durch Gartenkultur“ hatten sie den eindeutig besten Vorschlag geliefert. Der Schaugartenvorschlag der beiden Studenten des Studiengangs Landschaftsarchitektur & Umweltplanung titelte „Ein Leben – vier Ansichten“. Er besteht aus einer hintereinander gestaffelten Abfolge von Räumen, deren Wände unterschiedliche Materialien und Farben ihr Eigen nennen. Die Preisrichter überzeugte die klare Gliederung der Raumelemente. Den Besucher des Schaugartens erwarten sowohl räumliche Angebote zur Besinnung und Selbstreflexion als auch ungewöhnliche Durch- und Ausblicke in die Umgebung. Sitzmöglichkeiten und florale Materialien sowie Bäume bereichern die spannungsvollen Gartenräume.  
Die Hochschule Anhalt blickt in ihrer derzeitigen Konstellation auf 17 Jahre Erfolg in Wissenschaft, Forschung und Kultur zurück. Sie wurde 1991 aus mehreren Hochschulen zusammengeschlossen und hat heute drei Standorte: Bernburg, Dessau und Köthen. Jeder Standort hat sein eigenes Profil. Die Hochschule arbeitet seit ihrer Gründung intensiv mit wissenschaftlichen Einrichtungen und Praxispartnern im In- und Ausland zusammen.

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