Ein Licht-Klangpavillon für Oskar Sala

Ausstellung vom 25. September bis 31. Oktober, Weimar

Mit einem Experimentalbau und einer Ausstellung würdigt die Bauhaus-Universität Weimar Ende September das Schaffen des deutschen Komponisten und Physikers Oskar Sala. Zum 100. Geburtstag des Musikpioniers Oskar Sala ist an der Bauhaus-Universität Weimar ein temporärer und mobiler Ausstellungspavillon entstanden, der am Sonnabend, 25. September 2010, in Greiz eröffnet wird. Der Pavillon wurde im Rahmen eines Kooperationsprojektes der Fakultäten Medien und Architektur entwickelt und präsentiert eine klingende Ausstellung, die Besuchern bis zum 3. Oktober in Greiz, der Geburtsstadt Salas, offen steht.

Der Pavillon und die Ausstellung gehen auf spielerisch-interaktive Weise auf die Erfindungen Salas ein und rücken sowohl seine Musik als auch seine elektronischen Klangarbeiten und Filmvertonungen in den Mittelpunkt. So sind die Besucher der Ausstellung dazu eingeladen, die Themen Klang, Film, elektronische Musik und moderne Medientechnologie spielerisch und eigenständig zu erforschen.

Auch die Architektur des Pavillons ist spektakulär: Am Abend verwandelt sich der auffällige Experimentalbau in eine große Licht- und Klangskulptur im öffentlichen Raum. Das Ausstellungskonzept wird durch zusätzliche Angebote im Außenraum ergänzt. Hier wird der Besucher zu benachbarten Ausstellungsorten ehemaliger Industriegebäude gelenkt.

Oskar Sala ist ein renommierter Musikpionier des 20. Jahrhunderts, Wegbereiter der elektronischen Klangerzeugung und der Erfinder des Mixtur-Trautoniums, einem Vorläufer des Synthesizers. Er wurde 1910 in Greiz geboren und wurde vor allem bekannt durch die Vertonung des Alfred Hitchcock Films „Die Vögel“. Oskar Sala verstarb 2002.

Der Pavillon ist vom 25. September bis zum 3. Oktober in Greiz an der Elsteraue zu sehen und zieht anschließend vom 23. Oktober bis zum 31. Oktober nach Weimar auf das Gelände des ehemaligen Straßenbahndepots.

Internet: www.oskarsala2010.org  

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