Architekturpreis der Stadt Essen

Hauptgebäude des neuen ThyssenKrupp Quartiers ausgezeichnet

Das Q1-Gebäude des Mitte Juni fertig gestellten ThyssenKrupp Quartiers in Essen, Herzstück der neuen Konzernzentrale des Stahl- und Technologiekonzerns ist „auf Grund seiner herausragenden architektonischen Qualität“ mit dem Architekturpreis der Stadt Essen ausgezeichnet worden. Realisiert wurde der Entwurf von JSWD Architekten und Chaix & Morel et associés, die 2006 mit ihrem gemeinsamen Beitrag den von der ThyssenKrupp AG ausgelobten internationalen Wettbewerb gewonnen hatten.

Die Stadt vergab drei gleichrangige Preise: Einen weiteren Preis erhielten das neue Folkwang-Museum (David Chipperfield Architects, London) sowie die Zollverein School Essen (SANAA Architects, Tokio). Der undotierte Preis wurde im Kulturhauptstadtjahr 2010 zum ersten Mal ausgelobt. Die Stadt Essen will ihn künftig alle drei Jahre neu ausschreiben.

Das 17 Hektar große Gelände des ThyssenKrupp Quartiers befindet sich an der Stelle, an der als Teil des so genannten Krupp-Gürtels einst mehrere Gusstahlfabriken des Stahlkonzerns standen. Das Quartier bündelt zahlreiche, bisher auf verschiedene Standorte verteilte Verwaltungen – einschließlich der Konzernspitze – und ist als neues administratives Herzstück des Unternehmens konzipiert. In den Gebäuden des ersten Bauabschnitts arbeiten ca. 1500 Menschen.

Das glasgedeckte Atrium bildet das räumliche Zentrum des Hauptgebäudes. Der 50 m hohe Kubus erstreckt sich über 11 Geschosse, zahlreiche Zwischenebenen und Stege gliedern ihn. Den Raumabschluss nach Norden und Süden, jeweils zur Wasserachse, bilden zwei ca. 28 x 25 m große, gläserne Landschaftsfenster – eine hauchdünne, entmaterialisierte Seilkonstruktion, die ausschließlich aus einer einzigen, riesigen Glasscheibe zu bestehen scheint.

Internet: www.jswd-architekten.de

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