AllesWirdGut in Erlangen

Österreichisches Architekturbüro gewinnt 1. Preis für das Landratsamt Erlangen

Das Landratsamt in Erlangen markiert den Beginn eines neuen Stadtquartiers. Das ehemalige Gossenareal soll städtebaulich aufgewertet werden. Dabei fällt dem im Norden nahe der Innenstadt gelegenen Grundstück eine besondere Rolle zu. Das Gebäude soll ebenso einen markanten Punkt im Stadtbild einnehmen wie Freiräume für die Anwohner schaffen. Anstatt einer Blockrandbebauung, schlagen die österreichischen Architekten eine „kleeblattförmigen Baukörper“ vor, wie sie die Gebäudeform selbst beschreiben. Daraus resultieren großzügige Freiflächen und urbane Vorplätze um das Gebäude herum. Die Vorplätze nehmen die vorhandenen Wege aus der Altstadt, der Fußgängerzone und dem Gossenareal auf.

Der Besucher betritt eine großzügige und lichtdurchflutete Eingangshalle. Ein über die gesamte Gebäudehöhe reichender Lichthof gibt direkt den Blick auf den Himmel frei. Das Atrium wird durch eine umlaufende Galerie gefasst, die Blickbeziehungen und Wegeverbindungen zwischen den einzelnen Etagen herstellt. Im offen gestalteten Erdgeschoss, mit den bis zum Boden reichenden Verglasungen, sind hoch frequentierte Ämter untergebracht, weitere Funktionen sind auf die Gebäudearme verteilt. Daneben gibt es Sitzungssäle und eine Cafeteria, die auch Laufpublikum anziehen soll. Über eine geschwungene Freitreppe gelangt der Besucher in die oberen Geschosse. Die Aufzüge sind in den Gebäudearmen untergebracht sowie weitere Serviceräume.

Das Achsraster mit 1,35 Meter ist so flexibel, dass unterschiedlichste Raumkonfigurationen wie Zellen-, Gruppen- oder auch Kombibüros und Großraumbüros möglich sind. Dabei erhält jedes Büro durch die geschwungene Form natürliches Licht. Die Architekten lassen den Innenraum offen, um so auf individuelle Bedürfnisse der zukünftigen Nutzer reagieren zu können. Dementsprechend können Räume über Geschosse zugeschaltet werden.

Als Fassade schlagen die Architekten eine raumhohe Glasfassade mit Aluminiumlamellen vor. Die Homogenität der Fassade wird durch die unregelmäßig angeordneten Lamellen aufgehoben. In unterschiedlichen Farben leuchtend, lassen sich anhand der angebrachten farbigen Lamellen sogar die Abteilungen ausmachen, die hinter den Lamellen sitzen werden.

Zeitgleich mit dem 1. Preis des Landratsamts Erlangen konnte AllesWirdGut Architekten weitere Erfolge vermelden:

2. Preis:
Konzeption einer Wohnanlage und eines Wohnheims in Liefering bei Salzburg.

3. Preis:
Der Entwurf für die Unternehmenszentrale von Marquard & Bahls AG in der Hamburger Hafencity.

AllesWirdGut Architektur

Thematisch passende Artikel:

RKW Architektur + gewinnt Wettbewerb für „Cube 3“ der RWTH Aachen

RKW Architektur + baut in Aachen. Der Campus Hörn der RWTH Aachen soll für die Elektrotechnischen Institute ITA, IKS und ITHE erweiterter werden. Die Architekten schlagen für drei Kuben vor, die...

mehr

Kristalline Türme

Pysall Architekten gewinnen Wettbewerb in Berlin

Schon seit Juni steht der Gewinner des Wettbewerbs für das innerstädtische Gebiet direkt an der Spree fest. Im Gebiet Treptow-Köpenick in unmittelbarer Nachbarschaft zum Stadtteil Kreuzberg soll...

mehr
2012-07

Kunst mit Licht Pathologisches Institut, Universitätsklinikum Erlangen

An der unter Ensembleschutz stehenden Universitätsstraße in Erlangen liegt das denkmalgeschützte Gebäude der Pathologie. Der klassizistische Altbau wurde generalsaniert und die Laborräume den...

mehr
2015-04

Weingut Chateau la Dominique in Saint Emilion/F www.jeannouvel.com

Jean Nouvel mag die Farbe rot. Rot leuchtet, rot signalisiert, rot fällt auf. Das soll sie auch, jedenfalls hier im Fall des Weingutes Chateau la Dominique bei Bordeaux, welches schon traditionell...

mehr
2012-10

Astronomischer Hybrid Raumfahrtzentrum Baden-Württemberg, Stuttgart

In unmittelbarer Nähe zu anderen Luftfahrteinrichtungen der Universität Stuttgart steht das Gebäude an einer Biegung. Die Kurve übersetzte das Universitätsbauamt Stuttgart und Hohenheim in eine...

mehr