AIV-Schinkel-Wettbewerb entschieden
12 Arbeiten prämiert 05.03.2026Die Preisträgerinnen des 171. AIV-Schinkel-Wettbewerbes stehen fest. Der Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg (AIV) rief diesmal den Förderwettbewerb unter dem Titel „Luckenwalde – Stadt im Wandel neu denken“ aus.
Der Schinkel-Preis Architektur ging an das Projekt "Logic of Luckenwalde". Durch das Anknüpfen an inneren Logiken wird eine Stadt der kurzen Wege und der Partizipation vorgeschlagen
Grafik: Grafik: Adrian Krieg, Emily Idelberger, Benjamin Hostermann
Als Stadt der Moderne mit reicher Industriegeschichte und ikonischen Bauwerken, die erst Verfall und dann eine radikale Deindustrialisierung erlebt hätte, müsse sie sich den aktuellen strukturellen Herausforderungen stellen, so das AIV. „Im Zentrum der diesjährigen Aufgabe stand das ´Karree´ – ein innerstädtisches Areal in Luckenwalde, eingebettet zwischen Bahnhof, ehemaliger Burg und Innenstadt. Es vereint Leerstände, brachliegende Industrieflächen, landschaftliche Potenziale und gut erschlossene Wohnlagen. Gesucht wurde ein Leitbild für ein Modellquartier, das Mut macht und den Wandel Luckenwaldes aktiv und lustvoll gestaltet.“ So Nicole Zahner, Mitglied des AIV-Schinkel-Ausschusses.
Eingegangen waren 140 Beiträge von jungen Planerinnen, von denen 12 Arbeiten prämiert wurden, darunter zwei Schinkelpreise. Die Aufgabenstellungen wurden in den Fachsparten Architektur, Städtebau, Landschaftsarchitektur, Konstruktiver Ingenieurbau, Mobilität und Verkehrsplanung sowie Freie Kunst bearbeitet. Der Schinkel-Wettbewerb zählt zu den ältesten deutschen Nachwuchspreisen. Insgesamt wurden in diesem Jahr Preisgelder in Höhe von 28.000 Euro vergeben.
In der Kategorie Architektur wurde ein Schinkel-Preis an die Arbeit „Logic of Luckenwalde“ der Studierenden der FH Potsdam Adrian Krieg, Emily Idelberger, Benjamin Hostermann vergeben. Ihr Vorschlag verstehe die Stadt als ein Reservoir von Potenzialen, die durch architektonische Interventionen gehoben werden sollen, so der AIV-Ausschuss. In der Fachsparte Städtebau wurde der Entwurf „DAZWISCHENstadt“ von Till Pulst, Emil Kuenzer, Jorik Niclas Flohr, Jesse Punhan-Schulz (Bauhaus Universität Weimar) mit einem Schinkel-Preis ausgezeichnet. Diese Arbeit setze die richtigen räumlichen Prioritäten in ihren Interventionsvorschlägen: Bahnhof und Bahntrasse werden als auszubauendes übergeordnetes Mobilitätszentrum der Stadt Luckenwalde entwickelt.
Die Arbeit "DAZWISCHENstadt" erhielt den Schinkel-Preis Städtebau mit einem Vorschlag, das das Karreequartier als Mischverkehrszone mit Aufenthaltsqualität denkt
Grafik: Till Pulst, Emil Kuenzer, Jorik Niclas Flohr, Jesse Punhan-Schulz
In der Fachspate Architektur wurden außerdem vier weitere Arbeiten augezeichnet: drei Projekte wurden mit dem Diesing-Preis der Karl-Friedrich-Schinkel-Stiftung prämiert und ein weiteres mit dem Sonderpreis Innovation vom Verband Privater Bauherren e.V. gestiftet. In der Sparte Städtebau wurden ebenfalls drei weitere Preise vergeben. Zwei Sonderpreise wurden ebenfalls in der Kategorie Freie Kunst vergeben. In den Fachsparten Konstruktiver Ingenieurbau und Mobilität wurden dieses Jahr keine Preise vergeben.
Am 13. März wird in Luckenwalde die Preisverleihung zum Anlass des diesjährigen Schinkelfestes. Die prämierten Arbeiten werden bis zum 2. April in der Hochschulpräsenzstelle Gewerbehof, Beelitzer Str. 24, 14943 Luckenwalde, fürs Publikum ausgestellt.
Weitere Infos unter: www.aiv-berlin-brandenburg.de/einladung
