Symposium „Spiel macht Stadt“
Es steckt enormes Potential in Spielplätzen, und zwar für die ganze Stadt. Das Landschaftsarchitekturbüro „Die Planergruppe“ und Baukultur NRW möchten ein Zeichen der Anerkennung für den Stadtbaustein Spiel setzen und Kinder sowie Jugendliche ins Zentrum der Gestaltung von Spielorten rücken. Dazu veranstalten sie am Dienstag, 16. Juni 2026, von 10 bis 17 Uhr das Symposium „Spiel macht Stadt“ in der Wissenswerkstadt Bielefeld.
Spielplätze, also gestaltete Orte, an denen Kinder spielen können/sollen, gibt es bereits seit rund 200 Jahren. Bekanntester Architekt, den wir (Sie auch?!) mit der Geschichte der Spielplatzgestaltung verbinden, ist der Niederländer Aldo van Eyck (1918–1999), der von 1947 bis 1978 in Amsterdam mehr als 700 Spielplätze realisierte. Sein „The Child, the City and the Artist“ von 1962 (Neuauflage 2008) hat viele Planerinnen geprägt in der Auseinandersetzung mit der Frage, wie man einen Ort in der Stadt speziell für Kinder plant.
Dass hier bis heute insbesondere die Spielgeräte-Industrie eine zentrale Rolle spielt, ist mit Blick auf die teils sehr prägnant gestalteten Rest- bzw. Neuräume (s. Foto) offenbar. Offenbar auch, dass bei der Planung weniger der Raum im Fokus steht, meist ist es die Fläche, die mit Geräten zu möblieren ist. Aber: Spielplätze könnten viel mehr, wenn sie als Räume gedacht und entwickelt werden.
Auf dem Symposium in Bielefeld erwarten die Gäste Vorträge, die mit Stadtplanung, Politologie und Architektursoziologie über Medizin und Pädagogik bis hin zu Kunst und Planung sowie Erfahrungen aus der Betreuung eines Abenteuerspielplatzes ein großes fachliches Spektrum abbilden. Der Eintritt ist frei, die Veranstaltung ist als Fortbildung anerkannt. Weitere Infos und die Anmeldung online.
