Platte OST/WEST. Eine Ausstellung
Noch bis zum 29. November 2026 gibt es im Dresdener Stadtmuseum die Ausstellung „Platte Ost/West. Wohnen und Bauen in Großtafelbauweise“ zu sehen. Das Bauen mit vorgefertigten Tafeln – heute allgemein Plattenbau genannt – hat nicht nur die DDR stark geprägt. Auch in Westdeutschland gab und gibt es zahlreiche Bauten, die dieser seriellen Bauart verpflichtet sind. Unzählige Bauten entstanden vor allem in den 1960er- bis 1980er-Jahren in dieser Fertigung.
Die Frage, warum so gebaut wurde, ist vielfach beantwortet. Vorteile und Nachteile dieser Bauart mit hohem Vorfertigungsgrad sind bekannt.
Warum nun diese Ausstellung? Weil sie für sich beansprucht, die vielfach historisch motivierten Forschungen auf die Jetztzeit und ihre Bedürfnisse zu fokussieren. Was machte das Wohnen in der Platte aus? Können wir diesen – durchaus zu Unrecht ins Zwielicht geratenen – Bausektor wiederbeleben, ihm mittels besserer Fertigung neue Chancen geben? Hat die Platte also eine reale Zukunft?
Die Ausstellung präsentiert die unterschiedlichen Etappen des Platten-Wohnungsbaus auf vielfältige Weise: Von zeitgenössischen Modellen, Fotos, Entwürfen und einer künstlerischen Rauminstallation über spielerische Zugänge und Interviews bis zum digitalen Tetris-Plattenbau-Spiel reicht die Bandbreite der Exponate. Vorgestellt werden die verschiedenen Phasen von 1945 bis heute – und die Ausstellungsmacherinnen wagen einen Blick in die Zukunft.
