Neue Stiftungsprofessur für barrierefreies Bauen
Zum Wintersemester 2026/2027 wird an der Hochschule Coburg eine neue Stiftungsprofessur für barrierefreies Bauen geschaffen. Finanziert wird die Stelle von der Oberfrankenstiftung und der Rainer Markgraf Stiftung. Auch die Landtagsabgeordneten Jürgen Baumgärtner und Martin Mittag unterstützen die Initiative durch Fraktionsreserven finanziell. Die Idee für dieses Projekt wurde von der Bundestagsabgeordneten Emmi Zeulner gemeinsam mit dem Forum Menschen mit Behinderung in der CSU und dessen Vorsitzenden Benedikt Lika sowie Sabine Saam, Behindertenbeauftragten der Stadt Baunach, entwickelt. Für Zeulner steht fest: „Barrierefreiheit ist kein Luxus – kein ‚nice-to-have‘ – sondern ein Grundrecht. Sie ermöglicht gesellschaftliche Teilhabe und erhöht die Lebensqualität für alle.“
Die Stiftungsprofessur soll die Studierenden für Barrierefreiheit sensibilisieren sowie Forschung in Zukunftsfeldern wie Digitalisierung und dem Einsatz von KI in der Bauplanung voranbringen. Ein besonderer Schwerpunkt soll dabei auf praxisnahen Lösungen liegen – insbesondere für den Gebäudebestand. Prof. Dr. Egbert Keßler, Dekan der Fakultät Design und Bauen, betont: „Die neue Professur verankert dieses zentrale Zukunftsthema in der Lehre und Forschung unserer Fakultät. Dabei verbindet barrierefreies und inklusives Bauen viele Disziplinen der Hochschule – von Architektur und Bauingenieurwesen bis zu den Gesundheitswissenschaften und der Sozialen Arbeit. Gerade die interdisziplinäre Zusammenarbeit eröffnet neue Ideen und Lösungen.“
Ein wichtiges Ziel ist außerdem, Barrierefreiheit im Bauen kosteneffizienter zu gestalten. „Aktuell ist barrierefreies Bauen leider noch mit hohen Mehrkosten verbunden. Unser Ziel ist es, durch bessere Planung, innovative Technologien und effizientere Prozesse diese Kosten zu reduzieren – ohne dabei Kompromisse bei der Qualität einzugehen“, erklärt Emmi Zeulner.
Erfreulich sei für alle Involvierten vor allem das Engagement aus einem breiten Bündnis gewesen. Für Prof. Dr. Stefan Gast, Präsident der HS Coburg, sei das ein gutes Beispiel, wie Wissenschaft, Politik und Gesellschaft gemeinsame Verantwortung übernehmen, um wichtige Zukunftsfragen voranzubringen.
