KIT saniert historisches Botanisches Institut
Es scheint häufiger vorzukommen, dass Hochschulen, die Planerinnen ausbilden, diese zusammen mit der Professorinnenschaft auch praktische Arbeiten an Institutsbauten beispielsweise auf ihrem Gelände durchführen lassen, Um- und Zubauten, Sanierungen. Von einem solchen Vorhaben an der renommierten ETH Zürich hatten wir berichtet (DBZ 11 | 2025, HIL-Gebäude auf dem Hönggerberg). Nun richtet sich der Blick auf eine kürzlich gestartete Generalsanierung des ehemaligen Botanischen Instituts, mit der das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) eines der architektonisch bedeutendsten Bauwerke auf seinem Campus Süd einer neuen Nutzung zuführt. Anders als in Zürich wird die Sanierung mit Umbau des 1899 an der Kaiserstraße errichteten Gebäudes in Karlsruhe von der Bauherrenseite nur betreut, Planungsbüro der Sanierung sind die Karlsruher zwo/elf Architekten BDA.
Im Kostenrahmen von rund 8 Mio. € wird der his-torische Bau denkmalpflegerisch saniert, technisch erneuert und energetisch ertüchtigt. Ab 2027 wird er als Anlaufstelle des KIT für internationale Studierende und Mitarbeitende dienen. „Als Universität mit zweihundertjähriger Geschichte tragen wir Verantwortung für unser bauliches Erbe“, sagt Dr. Stefan Schwartze, Vizepräsident Finanzen, Personal und Infrastruktur des KIT. Nach der Generalsanierung der historischen Fassade, der Ertüchtigung von Decken und Tragwerk, der Erneuerung der Haustechnik sowie der Schaffung einer barrierefreien Erschließung soll nach Abschluss der Arbeiten bis Mitte 2027 die KIT-Dienstleistungseinheit Internationales (INTL) hier einziehen, die derzeit auf mehrere Standorte verteilt ist. Im Erdgeschoss wird ein „Welcome Square“ als offener Begegnungsbereich eingerichtet.
