Hochhaus, Lübeck

Das Hochhaus am Sterntalerweg in Lübeck-Mois­ling zeigt beispielhaft, wie Bestandsgebäude durch gezielte bauliche und technische Maßnahmen, wie Verglasungs­lösungen von Lumon, zukunftsfähig gemacht und Quartiere nachhaltig aufgewertet werden können. Das 1968 errichtete Wohnhochhaus steht exemplarisch für die baulichen Herausforderungen vieler Großsiedlungen der Nachkriegszeit. Energetisch, technisch und gestalterisch entsprach es nicht mehr den heutigen Anforderungen. Die Fassade wirkte abgenutzt, die Grundrisse waren unflexibel und die offenen Laubengänge sowie Loggien führten zu erheblichen Wärmeverlusten. Auch die städtebauliche Einbindung sowie die Nutzungsvielfalt im Quartier hatten sich im Laufe der Zeit verändert, was sich auf das Wohnumfeld und die Wahrnehmung des Stadtteils auswirkte.

Vor diesem Hintergrund entschieden sich die Grundstücksgesellschaft Trave mbH als Bauherrin und ppp architekten + stadtplaner für eine umfassende Revitalisierung. Ziel war es, das Hochhaus durch gezielte Eingriffe zu transformieren und als Landmarke im Quartier neu zu positionieren. Die Maßnahmen umfassten die Aufstockung um ein Geschoss, die Integration neuer Gewerbe- und Gemeinschaftsflächen im Erdgeschoss sowie die komplette Neuorganisation der Grundrisse. Dabei wurde Wert auf Barrierefreiheit und die Schaffung großzügiger,
nutzbarer Freibereiche gelegt.

Vorgesetzte Betonfertigteile strukturieren heute die Fassade und nehmen südseitig verglaste Loggien auf. Dafür kamen 152 Anlagen von Lumon in Form der Dreh-/Schiebeverglasung zum Einsatz. Die Loggien sind ca. 3,5 m breit und haben eine mehr als 2 m raumhohe, rahmenlose Dreh-/Schiebeverglasungen. Diese wurden – vom Wohnraum aus gesehen – vor dem Geländer platziert. Zusätzlich wurde jede Loggia mittig mit einer weiteren Dreh-/Schiebeverglasung ausgestattet, die mit einer Breite von 1,5 m als Durchgangstür zum nicht verglasten Teil der Loggia fungiert. So ist eine Hälfte der Loggia verglast und ganzjährig nutzbar, die andere Hälfte bleibt offen. Die einzelnen Glaselemente lassen sich seitlich verschieben und platzsparend an der Seite positionieren.

Die Dreh-/Schiebeverglasung wurde so montiert, dass die gesamte Last der Verglasung am oberen Aluminiumprofil hängt. In diesem ist ein Höhenausgleichsprofil integriert, das eine flexible Anpassung der gesamten Konstruktion von -10 bis +35 mm ermöglicht. Die einzelnen Glaselemente aus Einscheibensicherheitsglas werden in die Profile eingesetzt und über spezielle Mechanismen befestigt, die das Verschieben und Drehen der Scheiben erlauben. Das untere Profil dient der Führung und Stabilisierung der Glaselemente. Sämtliche Verglasungssysteme von Lumon tragen das CE-Kennzeichen und unterliegen Prüfungen nach der internationalen Norm EN 12211.

Projektdaten

Architektur: ppp architekten + stadtplaner gmbh,

www.ppp-architekten.de

Fertigstellung: 2025

Hersteller: Lumon, www.lumon.de

Produkt: Dreh-/Schiebeverglasung

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