Heute vor 200 Jahren: Alte Pinakothek
Bis heute gilt die von Leo von Klenze im Stil der Neo-Renaissance entworfene Alte Pinakothek als Meilenstein der Museumsarchitektur. Zum ersten Mal wurde ein Museumsgebäude mit Oberlichtsälen entworfen, ergänzt werden sie durch Kabinette auf der Nordseite. In den Sälen hängen rund 700 Werke, 400 Jahre Geschichte der europäischen Malerei vom Mittelalter bis zum ausgehenden Rokoko.
Für den Architekturdiskurs allerdings spielt der Bau bis heute durch die Arbeit des Architekten Hans Döllgast eine singuläre Rolle. Döllgast reparierte die Kriegsschäden so, dass – z. B. auf der Südfassade durch die Wahl von unverputzten Trümmerziegeln und den Einsatz schlanker Stahlsäulen – die Zerstörungen bis heute sichtbar sind. Zudem ersetzte Döllgast die mit Wandmalereien gestalteten Loggien an der Südseite durch eine monumentale und überaus fotogene Treppenanlage.
Das Haus lädt uns alle in diesem Feierjahr 2026 dazu ein, seine (auch bauliche) Geschichte neu zu entdecken und zugleich den Blick in die Zukunft zu richten. Be. K.
