Einfach für alle: Mobiles Schwimmbad
Schwimmbäder sind, wie Stadtbibliotheken oder Bolzplätze, fester Bestandteil der Stadtlandschaft. Sollten sie zumindest, hohe Unterhaltskosten überfordern die zunehmend belasteten Stadtkassen. Die daraus resultierenden Wartungsintervalle führten bereits zu Schließungen.
Dass Schwimmbäder unverzichtbares Inventar sind, zeigt das aktuelle, den Vorgänger verlängernde Bundesförderprogramm Sanierung kommunaler Sportstätten (SKS), das mit rund 250 Mio. € exakt 195 Schwimmbäder retten soll.
Was aber, wenn man das Bestandsbad für die Sanierung schließt, man also nur temporär ein Schwimmbad braucht? Die 2018 gegründete POOL out of the BOX GmbH aus Heidenheim a. d. Brinz hat nun mit ihrer Aquabox in Stuttgart-Zuffenhausen ein modular gefertigtes, transportfähiges Hallenbad realisiert. Zusammen mit 4a Architekten (Architektur), Blumer Lehmann (Holzmodulbau), Kannewischer Ingenieurgesellschaft sowie Zeller Bäderbau und Wassertechnik Wertheim wurde ein Badeort geschaffen, der demontiertbar ist, nach Möhringen versetzt und später in Untertürkheim weitergenutzt werden kann.
Die junge Totalübernehmerin hat mit den Partnern das zweigeschossige Hallenbad in Stuttgart realisiert, inkl. 25-m-Becken mit fünf Bahnen und Teilhubboden. Die Anlage steht dem Schul- und Vereinssport ebenso zur Verfügung wie dem öffentlichen Badebetrieb. Seit März 2026 ist die Aquabox – hier in der school-Edition (es gibt noch die sports-Version) – offizielles Projekt der IBA’27 StadtRegion Stuttgart.
Dass wir eigentlich immer schon modular gefügte Schwimmbäder haben, sollte nicht übersehen werden, Edelstahltanks wie der des Werkschwimmbads auf Zeche Zollverein von 2001 sind späte, aber spektakulär schöne Varianten. In Stuttgart wurden nun die Vorfertigung, Transport und Finanzierung professionalisiert. Ob wir demnächst mit der fun-Edition rechnen können, 30- bis 70-m-Rutsche inklusive? Be. K.
