Wie gelingt ein gutes Leben im ländlichen Raum?

In Sundhausen in Thüringen bauen Student*innen der TU Berlin zusammen mit jungen Handwerker*innen einen ehemaligen Konsum um, unterstützt und gefördert von der IBA Thüringen und der Sto-Stiftung. Mit geringen Mitteln und Eingriffen soll das Haus zum neuen Dorfzentrum und Treffpunkt werden: Die Student*innen entwickelten unter Leitung von Prof. Ralf Pasel prototypische Holzeinbauten für die zukunftig flexible Raumnutzung. Partner*innen des Projekts sind die Stiftung Landleben, der Verein Landengel und die Gemeinde. Gemeinsam versuchen sie Antworten zu finden auf Fragen, die beinahe­ genauso oft gestellt werden wie sie unbeantwortet bleiben: Wie gelingt ein gutes Leben im ländlichen Raum? Und wie sehen die oft angesprochenen Veränderungen des Landlebens eigentlich aus? Nicht nur darauf liefert das Projekt eine mögliche Antwort, sondern auch auf genauso drängende Fragen des Leerstands. Mit dem Haus-in-Haus-Konzept der Holzeinbauten kann der 1970er-Jahre-Bau erhalten bleiben und, zunächst als Test für die nächsten fünf bis zehn Jahre, genutzt werden, ohne dass er energetisch ertüchtigt oder saniert werden muss. Im Mai soll das neue Gemeindezentrum mit einer weiteren Bauhütte fertiggestellt werden. In der letzten Ausgabe des ENTWURF schrieb Kerstin Faber bereits über die Stiftung Landleben, den Verein Landengel und die IBA Thüringen. In ihrem Beitrag ging es um das Konzept der Gesundheitskioske, die Orte im ländlichen Raum miteinander vernetzen und eine soziale Infrastruktur aufbauen sollen. Ein solcher Gesundheitskiosk wird auch mit dem Gemeindezentrum in Sundhausen verbunden sein.
www.sto-stiftung.de; www.iba-thueringen.de; www2.code.tu-berlin.de
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