Turner Contemporary Gallery, Margate/GB

Es brauchte ein paar Jahre – genau sechs – bis aus einem Projekt der fertige Bau wurde; vielleicht deshalb erinnert die Turner Contemporary Gallery, die Mitte April in Margate, am nördlichen Künstensaum der englischen Grafschaft Kent eröffnet wurde, an ein Projekt, dass der Architekt David Chipperfield in Essen realisierte (Museum Folkwang). Doch über die Ähnlichkeiten der opakten Glashülle über Beton und den schlichten wie zugleich universell nutzbaren Innenräumen hinaus ist die Galerie etwas ganz anderes. Sie knüpft nicht an eine Tradition an, sie steht für den Willen einer Region, Touristen in den Fischer- und Badeort zu holen, mehr Touristen.

Sechs dem Küstenverlauf nach gestaffelte, zweigeschossige Kunsthäuser auf einem Betonsockel: Ihre geneigten Flachdächer mit Oberlichtern grüßen selbstbewusst in Richtung See; zu welcher die Häuser der ersten Reihe über monumentale Fenster geöffnet sind. Turner, häufiger Gast in Margate, hätte diese wetterfesten Panoramaplätze zu schätzen gewusst! Be. K.

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