Reetdorf Geltinger Birk, Nieby

Auf einem ehemaligen Kasernengelände in unmittelbarer Nähe zur Ostsee planten die InvestorInnen Norbert und Marion Essing gemeinsam mit den Architekten Gunnar Dogs aus Markerup und Knud Hansen aus Hürup das Ostsee-Reetdorf Geltinger Birk. Auf einem 10 ha großen Gebiet der ehemaligen Kaserne Sandkoppel entstanden 48 Reethäuser. Versprengt in der Landschaft und verbunden durch ein Wegenetz, war es den Architekten aufgrund der Nähe zum Naturschutzgebiet Geltinger Birk wichtig, natürliche Materia­lien zu verwenden und so ein weitestgehend ökologisches Feriendorf zu bauen.

Schon früh in der Planung stellten die Architekten den Hochwasserschutz des Reetdorfs Geltinger Birk sicher und die Teilrodung des Waldes nahe des Naturschutzgebiets, die gemeinsam mit der Naturschutzbehörde beschlossen wurde.

Vermehrt setzten die Architekten bei den 110 bis  220 m² großen, zweigeschossigen Häusern wohngesunde Materialien wie Reet, Ziegel und Holz ein. Die Außenwände bestehen aus mineralischen Baustoffen wie Sand, Zement und Blähton. Im lichtdurchfluteten Innenraum sind die Wände mit Naturkalk verputzt. Das sorgt für eine gute Feuchtigkeitsregulierung und somit für ein angenehmes Raumklima. Für das Dach sahen die Architekten Reet vor, weil es ein regionales Baumaterial ist und weil es eine gute Isolierungswirkung hat.

Auf dem Dach des Servicegebäudes des Feriendorfs sind Solarpaneele angebracht, die die gesamte Anlage mit Strom versorgen. Eine E-Ladestation ermöglicht das Aufladen von Elektrofahrzeugen.

Projektdaten

Architektur: Gunnar Dogs, Markerup www.dogs-architektur.de und Knud Hansen, Hürup,

www.architekt-flensburg.de

Fertigstellung: 2019

Hersteller: Karcher GmbH Design-Beschläge

74906 Bad Rappenau

www.karcher-design.de

Produkte: Türgriff Verona ER37 auf 3-teiliger Rosette

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