Menschen

Der vielleicht größte Schrecken der letzten Wochenmeldungen zu Menschen, die uns verbunden sind, war die Meldung vom Tod des Bulgaren Christo Vladimirov Javacheff, der diese Welt Ende Mai in seiner Wahlheimatstadt New York verlassen hat. Als „Christo“ weltweit und über die Kunstszene hinaus bekannt, arbeitete er mit seiner bereits 2009 verstorbenen Frau Jeanne-Claude daran, uns allen die Welt auf ganz andere Weise als gewohnt zu zeigen. Indem die beiden Dinge, Bauten, ja ganze Landschaften einhüllten in farbige Tücher, konfrontierten sie uns mit dem Geheimnis des Menschseins auf wundervolle und nachhaltige Weise. Uns bleiben großartige Bilder im Kopf und in Büchern (s. DBZ 12 | 2019) und die Hoffnung darauf, dass eines ihrer letzten großen Werke, der „L‘Arc de Triomphe empaqué“, die Verhüllung des Arc de Triomphe Mitte September dieses Jahres auch realisiert wird.

Während Christo nur wenige Tage vor seinem 85. Geburtstag verstarb, konnte Sir Norman Foster diesen Feiertag in vollen Zügen und bei bester Gesundheit genießen. Der am 1. Juni 1935 geborene und vielfach ausgezeichnete Brite im Adelsstand, der den Brexit mit „madness“ kurz und treffend charakterisierte, war mit Christo über den Reichstag verbunden: Während Foster für den Um- und Neubau steht, hatte Christo mit der Verhüllung des riesigen Baus 1995 ein wesentliches Reichstagsbild in die Welt gesetzt.

Stabwechsel und Abschiede: Wer kommt, wenn Werner Sobek geht? Im Frühjahr 2020 hat der Architekt und Ingenieur Werner Sobek die Leitung des von ihm gegründeten Instituts für Leichtbau Entwerfen und Konstruieren (ILEK) an seinen Schüler Lucio Blandini übergeben. Werner Sobek, der das Institut über mehr als 25 Jahre hinweg aufgebaut hat, bleibt aber weiterhin als Forscher und akademischer Lehrer an der Universität Stuttgart tätig. Prof. Dr. Blandini promovierte am ILEK. Nach einem Architekturstudium in den USA kehrte er nach Stuttgart zurück, wo er seit 2018 als Vorstand des Planungsbüros Werner Sobek tätig ist.

Und aus Berlin erreichte uns die Meldung, dass das Büro Sauerbruch Hutton seine Bürostruktur verändert: Nach gut 30 Jahren mehr oder weniger konventioneller, inhabergeführter Partnerschaft, hat das Büro jetzt juristisch vollzogen, was schon seit Jahren im Alltag praktiziert wurde: Offiziell gibt es jetzt ein Team aus 19 Partnern, die im Lauf der nächs-ten Jahre gleichberechtigte Gesellschafter einer neuen Eigentümergesellschaft sein werden.

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