Leben. In der Wand? In Wien!

Wie kann Wohnraum optimal genutzt werden? Welche räumlichen Voraussetzungen sind heute maßgeblich? Wie wirken sich neue Grundbedürfnisse der Menschen in Krisenzeiten auf die Architektur aus? Brauchen wir einen Paradigmenwechsel in der Wohnbauauffassung? All diesen Fragen geht das Pavillon-Projekt „Leben in der Wand“ in Kooperation mit StudentInnen der TU Wien nach.

Die „Wand“ sollte im finalen Entwurf innovativ und neu interpretiert werden. Das Resultat ist nun über die Sommermonate im Tiefhof des 21er Hauses zu besichtigen und vor allem zu begehen. Ergänzt wird das Gestaltungsprojekt durch öffentliche Vorlesungen, Performances und Veranstaltungen. Der Pavillon bietet Gelegenheit zum Verweilen und zur Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten zur Nutzung von begrenztem Lebens- und Wohnraum in der Stadt.

„Es geht nicht darum, ob Architektur Kunst ist, sondern darum, in welchem Verhältnis die Ideen von Architektur mit jenen der zeitgenössischen Kunst in einen Dialog eintreten“ erklärt Harald Krejci, Kurator der 21er Pavillon Reihe und verweist auf die bewegte Vorgeschichte des Gebäudes von Karl Schwanzer, welches das heutige 21er Haus beherbergt: „Vom Weltausstellungspavillon zum Kunstmuseum – keine leichte Aufgabe für einen Pavillon.“

Das Projekt wird von den Architektur-StudentInnen Rafael Baumgartner, Bibiana Hernandez, Lisa Jindra, Daniel Kruml, Aaron Merdinger, Bekim Morina, Franziska Peters, Marius Till und Julia Wagner unter der Leitung von Christine Hohenbüchler (Leiterin des Instituts für Kunst und Gestaltung, Zeichnen und visuelle Sprachen) und Architekt David Calas (Lektor in der Abteilung Wohnbau und Entwerfen) von der TU Wien umgesetzt. Belebungszeitraum: bis 23. Oktober 2016.

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