IKEAisierung
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Seit wie vielen Jahrzehnten schon nimmt der Möbeldiscounter aus Schweden in Deutschland Einfluss auf unsere Wohn- und damit Alltagskultur? Und als wäre das nicht schon genug, wird die IKEAIsierung nun noch einmal vorangetrieben. Die Tochter „LandProp“ der Schwester des Möbelgiganten „Inter Ikea“ plant, so war in der Immobilien Zeitung Wiesbaden zu lesen, massenhaft Studentenapartments in westeuropäischen Universitätsstädten, idealerweise auf von der jeweiligen Universität gepachteten Grundstücken. Hier werde man zwischen 500 und 700 Zimmer in mehreren Gebäuden realisieren. Die Apartments werden mit einem „intelligenten Einrichtungssystem“ ausgestattet, höchstwahrscheinlich und garantiert aus Zwecken der Feldforschung made by Ikea.

Als zweites europaweites Projekt sind Budget-Design-Hotels „in allen wichtigen Städten“ geplant. Und mittelfristig will „Inter Ikea“ ganze Stadtteile entwickeln, wofür LandProp in Deutschland Grundstücke nicht unter 2 ha Größe, hauptsächlich in Großstädten sucht; die Fläche, so der Konzern, können aber durchaus auch mehrere hundert Hektar groß sein. Das erste Möbelhaus in Deutschland wurde übrigens am 17. Oktober 1974 in Eching bei München eröffnet, vor also beinahe vier Jahrzehnten.

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